Drehleiter kostet 283 Euro pro Stunde

Wenn  Feuerwehrkameraden   ein  Kätzchen aus der Regenrinne retten, wird dies wohl auch in Zukunft nichts kosten.   Foto: Rohr
Wenn Feuerwehrkameraden ein Kätzchen aus der Regenrinne retten, wird dies wohl auch in Zukunft nichts kosten. Foto: Rohr

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12. März 2011, 08:28 Uhr

Elmshorn | In Schenefeld kassiert die Freiwillige Feuerwehr seit 1996 für bestimmte Dienstleistungen Gebühren. In Elmshorn wird über eine solche Gebührenordnung beraten. Zu den Leistungen, die Schenefeld in Rechnung stellt, gehören: Fehlalarm; das Beseitigen von Ölschäden und sonstigen umweltgefährdenden oder gefährlichen Stoffen; Türöffnung, Auspumpen von Kellern und Fällen von einsturzgefährdeten Bäumen.

Auf Anfrage teilte die Stadtverwaltung Schenefeld mit, im vergangenen Jahr seien für 20 bis 25 Einsätze rund 7400 Euro kassiert worden. In erster Linie seien Rechnungen für Fehlalarme, Ölschäden und für das Auspumpen von Kellern geschrieben worden.

Nicht in Rechnung stellt die Stadt zum Beispiel Einsätze wegen brennender Kochtöpfe, wenn ein Anrufer Alarm schlägt, weil er beim Nachbarn Rauchentwicklung feststellt, die aber harmlos ist. Auch keine Rechnung kommt ins Haus, wenn eine Katze vom Baum geholt wird. Muss aber ein einsturzgefährdeter Baum beseitigt werden, wird eine Rechnung geschrieben.

Die Satzung von Schenefeld legt fest, Einsätze nach Stunden abzurechnen. So muss pro Feuerwehr-Mitglied, das im Einsatz ist, ein Stundensatz von 26 Euro bezahlt werden. Für Fahrzeugeinsätze berechnet Schenefeld unterschiedliche Sätze: Teuer wird es, wenn das Drehleiterfahrzeug kommt: 283 Euro muss pro Stunde bezahlt werden. 80 Euro kosten pro Stunde Einsatzleitwagen, Tragspritzenfahrzeug oder das Löschfahrzeug (LF 8). Die größere Version, (LF 16) kostet 142 Euro.

Allgemeiner gehalten als die Schenefeld-Satzung ist die von Scharbeutz. Der Ferienort mit rund 10 000 Einwohnern kassierte im vergangenen Jahr zirka 10 000 Euro an Gebühren für Feuerwehreinsätze. Die Verwaltung schrieb Rechnungen für 30 bis 35 Einsätze. Der Schwerpunkt lag - genau wie in Schenefeld - bei Einsätzen wegen Fehlalarmen, Ölspuren und Keller auspumpen.

Ob die Stadt Elmshorn Gebühren erhebt, entscheidet das Stadtverordnetenkollegium.

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