Doppel-Abitur: Stadt will gewappnet sein

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01. Oktober 2009, 11:33 Uhr

Hamburg | Mit mehr Ausbildungsplätzen und besserer Berufsorientierung will Hamburg Problemen begegnen, die durch den doppelten Abiturjahrgang 2010 entstehen. Dazu will der Senat 500 auerbetriebliche Ausbildungsplätze fördern, die Kammern wollen bei ihren Mitgliedern über 1100 neue Ausbildungsplätze einwerben. Bürgermeister Ole von Beust (CDU) will vermeiden, dass der Verdrängungswettbewerb durch 1300 zusätzliche Gymnasiasten zulasten der anderen Schulabgänger geht. "Jeder soll seine Chance haben", betonte Beust.

DGB-Chef Uwe Grund kritisierte: "Da muss noch ein Zahn zugelegt werden." Grund regt an, durch eine Ausweitung des Schulberufssystems die Verdrängungseffekte auf dem Ausbildungsmarkt zu kompensieren. Schulsenatorin Christa Goetsch (Grüne) lobte das Aktionsbündnis aus Wirtschaft, Senat, Gewerkschaften und Arbeitsagentur. Der Senat werde dafür 14 Millionen Euro aufwenden. Das Angebot richte sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene, die einen Ausbildungsplatz gesucht, bisher aber keinen gefunden haben.

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