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Elmshorner Nachrichten

18. November 2017 | 05:52 Uhr

Diese Jugend engagiert sich

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

KSJVB Über Schulgrenzen hinweg schieben Kinder und Jugendliche Projekte an

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2017 | 17:58 Uhr

Kinder und Jugendliche setzen sich für ihre Interessen ein, engagieren sich in ihrer Stadt, gestalten sie mit. In Elmshorn ist das nicht die Ausnahme, sondern längst die Regel. Zusätzlich zur Arbeit des Kinder- und Jugendbeirats tagt dreimal im Jahr der KSJVB, in dem Mitglieder des Jugendbeirats und Schülervertreter der weiterführenden Schulen – ab der achten Klasse – gemeinsam Projekte anschieben. „Wir vernetzen uns. Wir bauen Vorurteile ab und lernen voneinander“, sagt Danny Schaller. Der 24-Jährige moderiert gemeinsam mit Anna Thomsen (22) und Lukas Huckfeldt (22) die KSJVB-Veranstaltungen. Alle drei haben früher selbst aktiv in diesem schulartübergreifenden Gremium mitgearbeitet. „Die Idee für den KSJVB ist 2006 entstanden“, sagt Elmshorns Jugendpfleger Thies Koopmann. Er lädt ein, hilft und unterstützt. Aber Koopmann hält sich bewusst zurück und lässt die Kinder und Jugendlichen machen.

Einen Tag lang beschäftigen sich die Schüler mit den Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Im kirchlichen Zentrum arbeiteten im Oktober vier Arbeitsgruppen. Die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule ist da und auch die KGSE. Vertreter von beiden Elmshorner Gymnasien diskutieren mit. In dieser Sitzung geht es um die Hygiene an den Schulen, um Integration, die Gründung eines Mini-KSJVB und die Gründung eines Kreisverbands der Kinder- und Jugendbeiräte.

Carlotta Kühnel (17) und Emma-Celine Bednarz (15) von der „Toiletten-Truppe“ geht es darum, dass Mädchen an den Schulen einfacher an Tampons und Binden kommen, wenn sie die benötigen. „Ein Automat auf dem Mädchen-WC wäre eine Lösung“, sagt Carlotta. Nur wenig später geht es grundsätzlich um die Hygiene an den weiterführenden Schulen. Die Hygienepläne sollen eingesehen, Mängel festgehalten und angesprochen werden.

Ganz konkret ist auch das Projekt „Spiel und Spaß im Stromhaus“, das die Jugendlichen einmal im Monat anbieten wollen. Der KSJVB will dabei auch das Thema Integration in den Fokus nehmen und möglichst viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ins Stromhaus locken.

Auch jüngere Schüler besser beteiligen – das ist das Ziel des Mini-KSJVB, in dem sich in Zukunft Schüler der sechsten und siebten Klassen engagieren sollen. „Die Abhängigkeit von Smartphones wird immer größer. Im Schulbus wird gar nicht mehr miteinander geredet“, beschreibt Marie Bille die Lebenswirklichkeit vieler Kinder und Jugendlicher.

Über Elmshorns Stadtgrenzen hinaus denken: 2018 soll ein Kreisverband der Jugendbeiräte gegründet werden. Die Initialzündung kommt aus Elmshorn. Denn eine starke Jugendbeteiligung wie in Elmshorn gibt es längst nicht überall im Kreis Pinneberg.

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