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Elmshorner Nachrichten

21. August 2017 | 09:03 Uhr

Elmshorn : Diese Bäume bremsen die Bahn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

„Die Gefahr ist noch nicht gebannt": Viele Hindernisse auf den Bahnstrecken in Elmshorn sind noch nicht beseitigt. Die Stadt warnt davor, in diesen Tagen in die Wälder der Stadt zu gehen.

Im Stadtteil Hainholz, südlich des Bahnhofs lagen gestern noch immer mehrere Bäume auf der Bahntrasse. Der Bahnverkehr zwischen Elmshorn und Hamburg ist nach wie vor stark eingeschränkt. Zwischen Elmshorn und Tornesch ging gestern, am Tag zwei nach dem Orkan, immer noch nichts.

Auch an anderen Orten in der Stadt hat Orkan „Christian“ seine Spuren hinterlassen. Thomas Miller vom Flächenmanagement der Stadt Elmshorn zählt allein 65 Stellen, an denen Kronen oder Zweige abgebrochen und zehn Bäume umgekippt sind. Die Schäden, die der Sturm in den Wäldern hinterlassen hat, sind noch nicht mitgezählt.

„Zum Großteil sind es Birken und Kiefern die umgekippt sind“, so Miller. Im Stadtwald bei der Schwedenschanze fielen zwei Eichen dem Sturm zum Opfer. Zum Glück hätten die Bäume dabei keine größeren Schäden angerichtet. „Zwar haben Autos ein paar Beulen und Kratzer davon getragen, aber völlig zerstört wurde nichts.“ Ungezählt sind bislang die Bäume, die im Liether Wald umgeknickt sind. Laut Miller sind dort gleich zehn Birken aufeinander gefallen. Umgekippte Bäume verzeichnetete Miller zudem am Philosophenweg, am Mühlendamm, in der Nähe der Badeanstalt, am Hundeplatz Lieth, am Dünenweg, an der Hermann-Weyl-Straße und an der Wittenberger Straße.

Nach einer Schätzung der obersten Forstbehörde hat der Sturm im ganzen Land 300 000 Kubikmeter Holz in den Wäldern geworfen oder gebrochen. Wie viel Holzwert die Stadt am vergangenen Montag verloren hat, lässt sich laut Miller derzeit noch nicht beziffern. Einen ähnlichen Schaden hätte nur ein Sturm vor 20 Jahren in Elmshorn angerichtet. Damals tobte das Orkantief „Verena“ über Schleswig-Holstein.

Seit Dienstag sind in Elmshorn bis zu 35 Grünpflege-Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs dabei, die Schäden zu beseitigen. „Alles was laufen kann, ist im Moment unterwegs“, sagt Betriebshof-Chef Thomas Kruse. Mit Motorsägen und Baggern versuchen die Arbeiter derzeit die Sicherheit unter den Bäumen herzustellen. Kruse warnt davor, in diesen Tagen in die Wälder der Stadt zu gehen. Viele Äste könnten noch abgebrochen in den Baumkronen hängen und unkontrolliert hinunterfallen. „Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Die Arbeiten werden wohl noch die ganze Woche dauern.“

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erstellt am 31.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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