zur Navigation springen

Im Zentrum eines neuen Stadtviertels : Die zweite Karriere des Kibek-Turms

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Einst war es das höchste Bürogebäude im Land – jetzt steht das Hochhaus im Zentrum eines neuen Stadtviertels.

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Hier wächst die Elmshorner City schon in die Zukunft. Im Dreieck Osterfeld / Vormstegen und Reichenstraße entsteht ein neues Wohnquartier. Die Elmshorner verfolgen mit viel Interesse, wie die Bebauung wächst. Charmant ist das Projekt auch deshalb, weil eines der architektonischen Wahrzeichen der Stadt zentrales Thema des Vorhabens ist: das ehemalige Kibek-Hochhaus an der Reichenstraße.

Das Gebäude wurde 1959 fertiggestellt und war damals mit mehr als 50 Metern Höhe und 15 Stockwerken das höchste Bürogebäude Schleswig-Holsteins. Gebaut hat das rote Gebäude der Elmshorner Bauunternehmer Wolfgang Reimer im Auftrag des Kibek-Firmengründers Walter Sachau (1906 – 1963), dem Vater des heutigen Kibek-Inhabers Frank Sachau. Auch wenn für den Bau Ende der 1950er-Jahre die Außengerüste noch zum Teil aus Holz waren, handelt es sich bei dem Hochhaus um eine damals sehr moderne Stahlkonstruktion, deren Längsfassade von hellgrauen Betonbändern in Neunerreihen geteilt wird.

Die Konstruktion, die mehr als 27.000 Kubikmeter umbauten Raum enthält, ist in der Vergangenheit mehrfach aufwendig saniert worden. Bis zur Einweihung des weißen Anbaus im Jahre 1985, der wieder abgerissen wurde, hatte das Hochhaus mehr als 1000 Fenster. Anfang des Jahres 2006 erhob das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein das Kibek-Hochhaus zum einfachen Kulturdenkmal. Es steht seit der Eröffnung der neuen Firmenzentrale am 16. März 2006 an die Autobahn 23 leer.

Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten waren im Gespräch unter anderem war das Gebäude als Sitz der Pinneberger Kreisverwaltung im Gespräch. Daraus wurde nichts. Aber: Die Kreisverwaltung ist in der Zwischenzeit dennoch nach Elmshorn umgezogen. Jetzt startet das alte Kibek-Hochhaus eine zweite Karriere als Wohnturm. Das Hochhaus wurde total entkernt. Rund 60 Wohnungen entstehen dort. Sie sollen noch 2017 fertig sein.

Zum Gebäudeensemble, das unter der Regie des Elmshorner Wohnungsunternehmens Semmelhaack entsteht, gehören auch die neuen Häuser am Osterfeld hinter dem Hochhaus. Beide Gebäude sind bereits bezogen. Die beiden kleineren Häuser an der Rosenstraße vor dem Hochhaus stehen kurz vor der Fertigstellung. Insgesamt entstehen so 150 Mietwohnungen im neuen City-Quartier.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen