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Elmshorn : Die Zukunft der Knechtschen Hallen ist völlig ungewiss

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ein Antrag auf Fördermittel wird vorsorglich gestellt. Keine Verpflichtung für die Stadt.

Elmshorn | Nach dem Beschluss der Stadtverordneten, zwei weitere Grundstücke im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen zu kaufen, kann die Frage aufkommen: Will die Stadt Großgrundbesitzer werden? Dies ist nicht der Fall, denn mit den Käufen soll lediglich eine Neugestaltung des Quartiers entsprechend des Rahmenplans ermöglicht werden. Die meisten Flächen, einschließlich der Grundstücke, die der Stadt bereits seit vielen Jahren gehören, sollen nach einer Neuordnung wieder an Investoren verkauft werden. Sie können dann – aber nur entsprechend des Rahmenplanes – ihre Ideen umsetzen.

Auf jeden Fall wird die Stadt aber ein Grundstück selbst nutzen: Laut Beschluss der Stadtverordneten soll am Buttermarkt ein neues Rathaus gebaut werden. Der endgültige Standort des neuen Verwaltungsgebäudes steht noch nicht fest. Vier Areale rund um den Platz sind ins Auge gefasst worden. Es werden aber auch noch Flächen für die Umgestaltung des Buttermarktes und eine weitere Anbindung des Platzes an die Königstraße in Höhe der Telekom benötigt.

Die vier möglichen Standorte des neuen Rathauses sind mit roten Kreisen gekennzeichnet. Nicht eingezeichnet ist ein Vorschlag, das Haus an der Ecke Hafen/Vormstegen zu bauen. In der Mitte der vier Kreise: Die Markthalle, darüber die geplante neue Zuwegung zur Königstraße. Der Buttermarkt wird nach der Verlegung der Schauenburgerstraße schmaler und östlich der Markthalle um das Postgelände verlängert.
Die vier möglichen Standorte des neuen Rathauses sind mit roten Kreisen gekennzeichnet. Nicht eingezeichnet ist ein Vorschlag, das Haus an der Ecke Hafen/Vormstegen zu bauen. In der Mitte der vier Kreise: Die Markthalle, darüber die geplante neue Zuwegung zur Königstraße. Der Buttermarkt wird nach der Verlegung der Schauenburgerstraße schmaler und östlich der Markthalle um das Postgelände verlängert. Foto: Flächenmanagement
 

Die Knechtschen Hallen, die ungenutzt in Privatbesitz sind, sollen laut Rahmenplan erhalten bleiben und eine neue Verwendung finden. Zurzeit laufen noch Untersuchungen, ob dies baulich und wirtschaftlich machbar ist. Vorsorglich stimmten die Stadtverordneten dem Vorhaben der Verwaltung zu, „Fördermittel aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus zum Aufbau eines kultur- und kreativwirtschaftlichen Quartiers im suburbanen Raum der europäischen Metropolregion Hamburg“ zu stellen. Der Förderantrag muss fristgerecht gestellt werden und kann jederzeit ohne Nachteile für die Stadt zurückgezogen werden.

Sollte sich aber eine Wiederbelebung der Hallen oder Teile der Anlage als wirtschaftlich vertretbar und sinnvoll erweisen, könnten Zuschüsse für das Projekt fließen – sogar, wenn private Investoren und nicht die Stadt entsprechend aktiv werden. Im Falle eines Engagements der Stadt selbst, so erläuterte der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Andreas Hahn (CDU), sinke der Anteil der Kommune auf zehn Prozent der Investitionen. Hahn warnte aber vor zu hohen Erwartungen, denn der Förderantrag sei lediglich „höchst präventiv“ gestellt worden. Die Zukunft der Hallen ist noch völlig ungewiss.

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erstellt am 08.Okt.2014 | 12:15 Uhr

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