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Elmshorner Nachrichten

17. August 2017 | 10:05 Uhr

Kirchen-Synode : Die Wahl beginnt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bis zum 14. Mai können Mitglieder des evangelischen Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf Wahlvorschläge abgeben.

Elmshorn | Die Kirchenkreissynode: Sie ist das wichtigste Beschlussorgan des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf, zu dem auch Elmshorn und seine Umlandgemeinden gehören. Sie entscheidet zum Beispiel, wie die Kirchensteuer verteilt wird, ob also mehr Geld in die kirchlichen Kindertagesstätten, in die Instandhaltung der kirchlichen Gebäude, in die Kirchenmusik oder in die Verwaltung gesteckt werden soll. Die Synode stimmt auch über die Schwerpunktsetzungen innerhalb des Kirchenkreises ab, über die Einrichtung von Pfarrstellen und sie wählt den Propst. „Sie ist praktisch das Parlament des Kirchenkreises“, sagt Thomas Pomarius, Verwaltungsleiter des Kirchenkreises und zuständig für die Synodenwahl.

Die neue Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf wird aus 77 Mitgliedern bestehen. Davon sind 42 Gemeindesynodale, also ehrenamtliche Gemeindemitglieder. Dazu kommen 14 Pastoren, sieben Mitarbeiter, die bei einem kirchlichen Arbeitgeber beschäftigt sind, und sieben ehren- und hauptamtliche Mitglieder aus dem Bereich der Dienste und Werke des Kirchenkreises – wie etwa des Kita-Werkes oder des Diakonischen Werkes. Sieben weitere Mitglieder werden vom Kirchenkreisrat berufen.

Die steht nämlich jetzt bald an. Bis zum 14. Mai können alle Mitglieder des Kirchenkreises, die älter als 14 Jahre sind, Wahlvorschläge für künftige Synodale, also Mitglieder der Synode, abgeben. Die Kirchenkreissynode besteht in der kommenden, sechs Jahre dauernden Legislaturperiode, aus 77 Synodalen. Die setzen sich aus vier Gruppen zusammen: ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern, Pastoren, Mitarbeitern der Kirche und Mitgliedern der kirchlichen Dienste und Werke, wie des Kita-Werkes oder des Diakonischen Werkes. Vier weitere Mitglieder werden vom Kirchenkreisrat berufen.

„Ganz wichtig ist – und das gilt für die gesamte Nordkirche – dass immer die Zahl der Laien überwiegen muss“, erklärt Pomarius. „Und dass wirklich alle volljährigen Gemeindemitglieder in die Synode gewählt werden und sich bei wichtigen Entscheidungen im Kirchenkreis einbringen können. Jeder kann in der Synode seine Meinung äußern und sich für seine Themen einsetzen.“ Synodale können also einerseits dafür sorgen, dass ihr Schwerpunktthema mehr Raum im Kirchenkreis bekommt. Andererseits müssen sie für alle denken, sowohl für die Städte wie auch für die Dörfer.

Wer ein ehrenamtliches Gemeindemitglied für die Synode vorschlagen möchte – das kann auch die eigene Person sein – muss zehn Unterschriften von Wahlberechtigten vorlegen. Der Kirchengemeinderat kann ebenfalls Synodale vorschlagen, benötigt aber nur eine Mehrheit im Gemeinderat, keine zehn Unterschriften. Formulare zur Abgabe von Wahlvorschlägen gibt es bei den Gemeinden oder im Internet unter www.kkrm.de. Sie müssen bis zum 14. Mai beim Wahlausschuss des Kirchenkreises eingegangen sein.

Am Ende benötigt Thomas Pomarius mindestens 84 Wahlvorschläge für die Gemeindesynodalen. Denn: Es werden auch Stellvertreter benötigt. „Wer nicht unter die ersten 42 Gemeindesynodalen gewählt wird, wird automatisch zum Stellvertreter“, erklärt Pomarius. „Und zwar in der Reihenfolge nach den für ihn abgegebenen Stimmen.“ Wer also auf Platz eins der Stellvertreterliste steht, kann davon ausgehen, bei jeder der ein bis zwei jährlich stattfindenden Synoden dabei zu sein. Die Fachausschüsse, bei denen die Synodalen tief in ihre jeweiligen Fachgebiete einsteigen, treffen sich deutlich öfter.

Gewählt werden die Synodalen vom 3. bis 30. September von den 368 Mitgliedern der 38 Kirchengemeinderäte im Kirchenkreis in öffentlichen Gemeinderatssitzungen, jedoch in geheimer Abstimmung. Am 7. Oktober werden die Stimmen dann in Itzehoe ausgezählt. Konstituieren wird sich die Synode allerdings erst Anfang 2018.

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erstellt am 12.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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