Kiel /Bokholt-Hanredder : Die toten Rinder sind jetzt Thema im Landtag

Die Landesregierung in Kiel wird in den nächsten 14 Tagen Stellung zu mehreren Fragen nehmen, die den Abschuss der Rinderherde in Bokholt-Hanredder betreffen.
Die Landesregierung in Kiel wird in den nächsten 14 Tagen Stellung zu mehreren Fragen nehmen, die den Abschuss der Rinderherde in Bokholt-Hanredder betreffen.

Der Abgeordnete Heiner Rickers (CDU) aus dem Kreis Steinburg hat am Mittwoch im Landtag eine Anfrage zu den Vorgängen gestellt.

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04. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Kiel / Bokholt-Hanredder | Der Abschuss der 21 Robustrinder auf einer Weide in Bokholt-Hanredder im Kreis Pinneberg beschäftigt jetzt auch die Landesregierung in Kiel. Der Abgeordnete Heiner Rickers (CDU) aus dem Kreis Steinburg hat am Mittwoch im Landtag eine kleine Anfrage zu den Vorgängen gestellt. Rickers ist agrar- und umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

„Ich will wissen, warum die sinnlose Tötung der 21 Rinder nicht vermieden werden konnte. Wer hat was, wann, auf welcher Rechtsgrundlage entschieden? Und vor allem: Gab es tatsächlich keine andere Möglichkeit, als die gesamte Herde abzuschießen? Das erscheint mir alles sehr unschlüssig“, sagte Rickers in seiner Rede.

Der CDU-Abgebordnete und Vorsitzende seiner Partei im Kreis Steinburg hat insgesamt neun Fragen an die Landesregierung formuliert. Unter anderem will Rickers wissen, welche verbindlichen Vorgaben zur Haltung von Robustrindern auf extensiven Weideflächen es in Schleswig-Holstein gibt. Interessant ist für ihn auch, inwieweit Verpächter für Handlungen beziehungsweise Versäumnisse der Pächter verantwortlich gemacht werden können. Der Politiker will klären „wer bei der Tötung einer 21 köpfigen Robustrinderherde Ende November in Bokholt-Hanredder auf jeweils welcher Rechtsgrundlage welche Entscheidung getroffen hat“. Für den Agrarexperten ist dabei unbedingt die zeitliche Abfolge der Entscheidungen zu klären.

Rickers möchte auch darüber informiert werden, welche Voraussetzungen für das Erschießen der Rinder erfüllt sein mussten und ob es eine Notfallplanung für ähnlich gelagerte Fälle gibt. Die Landesregierung hat jetzt 14 Tage Zeit,  zu den Fragen des Abgeordneten Stellung zu nehmen.

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