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Sandberg in Elmshorn : Die Stadt kontrolliert den Verkehr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Flächenmanagement will Politiker bald über Ergebnisse informieren. Anwohner melden sich zu Wort. Probleme auch an der Eichstraße.

Elmshorn | Die Verkehrssituation am Sandberg, sie lässt die Anwohner nicht zur Ruhe kommen. Am 20. August berichteten die Elmshorner Nachrichten über Raser in der Elmshorner Straße. Dr. Tobias Lutz, der mit seiner Familie an der Straße lebt, hatte sich in einem Brief an Bürgermeister Volker Hatje darüber beschwert, dass viele Autofahrer den verkehrsberuhigten Sandberg als Abkürzungsrennstrecke nutzen. Besonders Kinder, so Lutz, seien gefährdet. In der Zwischenzeit hat die Stadt reagiert und Kontrollen gestartet.Und: Anwohner machen in Schreiben an unsere Zeitung ihrem Ärger Luft.

Für Petra Gebeke aus dem Sandberg ist die Situation „nichts Neues“. Bereits vor sieben Jahren, so die Elmshornerin, habe sie die Behörden auf Missstände aufmerksam gemacht. Damals ging es um die Belastung durch Lkw. „Auf Frage nach Blitzern wurde ich mit der Aussage abgespeist, dass dies auf Kopfsteinpflaster nicht möglich sei. Es wurde lediglich für kurze Zeit ein Messgerät aufgestellt. Das sehen die Raser natürlich, aber es kann ihnen ja nichts weiter passieren und sie geben erneut Gas“, so Petra Gebeke in ihrem Schreiben.

Problematisch sei auch, so Gebeke, dass Fahrer die Lkw-Verbotsschilder erst spät erkennen, wenn sie von der Gerberstraße in die Turnstraße einbiegen, um dann den Sandberg zu nutzen. Wenden sei dort für Lkw so gut wie unmöglich, die Laster müssten wegen der engen Straßenführung oft verbotenerweise den Gehweg benutzen. Abgesehen davon müssten Raser am Sandberg zur Kasse gebeten werden. Petra Gebekes Tipp an die Stadt: „Mit den Bußgeldern der Raser könnten Sie schon einen Großteil der Poller finanzieren.

Petra Langefeld, Chefin des städtischen Flächenmanagements will den Sachverhalt genau prüfen. „Wir machen das, was wir versprochen haben, und sind nach den Sommerferien jetzt gerade dabei, den fließenden Verkehr am Sandberg zu messen“, sagt sie. Städtische Mitarbeiter sind mit dieser Aufgabe betraut. Petra Langefeld plant, die Kommunalpolitiker während der nächsten Sitzung des Ausschusses für kommunale Dienstleister am 7. September über erste Ergebnisse zu informieren. „Die möglichen Folgen der Untersuchungsergebnisse müssen sehr genau durchdacht werden. Es gibt Vorschriften und rechtliche Grundlagen. Es wird keine Schnellschüsse geben“, so Petra Langefeld.

Sorgen um die Verkehrsbelastung in Elmshorner Wohngebieten macht sich auch Roger Gothmann. Mit Frau und drei Kindern wohnt er seit einigen Jahren an der Eichstraße. „Bedauerlicherweise ist auch für uns und insbesondere unsere Kinder der Verkehr in unser Wohngegend ein großes Ärgernis. Es fahren zwei Buslinien oft mit mehr als 50 km/h sehr knapp an den Häusern der Eichstraße vorbei. Ich habe Ende des vergangenen Jahres die wohlwollende Mitteilung des Flächenmanagements erhalten, dass man prüft, mindestens eine Buslinie umzulegen und sonstige verkehrsberuhigende Maßnahmen zu erwägen“, so Gothman in einem Schreiben an unsere Zeitung. Ihm sei bewusst, so der Elmshorner, dass die Stadtverwaltung vielfältige Interessen gegeneinander abzuwägen habe. „Dennoch denke ich, dass sie immer die erste Anlaufstelle sein sollte, auch wenn die Verfahren mitunter sehr langwierig sind“, meint Roger Gothmann. Stellvertretend für die Anwohner der Eichstraße stehe er mit dem städtischen Flächenmanagement in Verbindung. Noch habe er allerdings keine weiteren Auskünfte aus dem Rathaus erhalten.

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erstellt am 03.Sep.2015 | 12:15 Uhr

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