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Flüchtlinge in Elmshorn : Die Stadt braucht Personal

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Im Stellenplan für 2016 sieht Elmshorns Verwaltung zehn neue Mitarbeiter vor.

Elmshorn | Der Flüchtlings-Zuzug erfordert im Rathaus mehr Personal: Zehn neue Stellen für 628.400 Euro hat die Verwaltung für das kommende Jahr im Hauptausschuss angemeldet. Alle diese Stellen hängen mit der verschärften Flüchtlingssituation zusammen.

Die Verwaltung fordert sieben neue Stellen für das Amt für Bürgerbelange und drei neue Hausmeisterstellen für das Amt für Gebäudemanagement, um die bürokratische Arbeit, die sich aus der Unterbringung der Asylbewerber ergibt, leisten zu können. „Die Hausmeister kümmern sich zum Beispiel um die für Flüchtlinge angemieteten Wohnungen“, erklärt  die Ausschussvorsitzende Dörte Köhne-Seiffert (SPD).  Zwar hat die Politik die Entscheidung über den Stellenplan 2016 zunächst zur Beratung  in die Fraktionen gegeben. Aber Köhne-Seiffert geht davon aus, dass die Politik den Plan der Verwaltung unterstützen wird. „Es gibt nun mal diese Mehrbelastung, weil immer mehr Flüchtlinge kommen. Deshalb muss jetzt personell aufgestockt werden.“

Schon jetzt ist die Anlaufstelle für Flüchtlinge in den Mehrzwecksaal im Erdgeschoss des Rathauses verlagert worden, weil der Flur des Amtes für Bürgerbelange völlig überlaufen war. Der Großteil der Kosten für die neuen Stellen würde vom Kreis oder Land erstattet werden. „Allerdings nicht komplett, denn der mit dem Kreis vereinbarte Fallzahlen-Schlüssel deckt die Kosten nicht vollständig“, sagt Köhne-Seiffert. Laut Verwaltungs-Vorlage sind die Mehrkosten zu 75 Prozent durch Erstattungen und Gebühren gedeckt.

Insgesamt will die Verwaltung im kommenden Jahr 26,1 Millionen Euro für Personal ausgeben. Einsparpotenzial wird nicht gesehen, insbesondere, da die personellen Entwicklungen im Bereich Asyl, Wohnhilfen und Hausmeister nicht absehbar sind. Auch das Amt Elmshorn-Land muss aufstocken. Dort hat der Hauptausschuss bereits entschieden, dass  zwei neue Stellen geschaffen werden sollen, um die Flüchtlingssituation bewältigen zu können.  Möglicherweise soll sogar ein Darlehen von rund 1,5 Millionen Euro zum Bau von Flüchtlingsunterkünften aufgenommen werden.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 12:30 Uhr

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