Elmshorn : Die SPD will diese Brücke zurück

Längst Vergangenheit: Die Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn in Hainholz wurde 2017 abgerissen.
Längst Vergangenheit: Die Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn in Hainholz wurde 2017 abgerissen.

Die Elmshorner Sozialdemokraten machen sich für einen Neubau der inzwischen abgerissenen Fußgängerbrücke in Hainholz stark.

shz.de von
10. Februar 2018, 16:02 Uhr

Elmshorn | Drei Tage benötigten die Experten der Abrissfirmen im September 2017, um die Holzbrücke über den Bahngleisen im Stadtteil Hainholz zu beseitigen. Eine wichtige Verkehrsader für Fußgänger und Radfahrer wurde in dem Quartier gekappt. Doch mit diesem Zustand will sich die Elmshorner SPD nicht zufrieden geben. „Wir machen uns dafür stark, dass eine neue Brücke gebaut wird“, sagt SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk.

Im Juni 2016 hatte die SPD im Fachausschuss ebenfalls dafür gestimmt, dass die alte Holzbrücke aus dem Jahr 1988 abgerissen wird. Bereits im November 2016 war die Brücke gesperrt worden. Bei der Überprüfung war ein gravierender Schaden an einem der beiden Hauptträger festgestellt worden. Die Sanierung hätte zirka 275 000 Euro gekostet – allerdings ohne Gewähr, dass dieses Bauwerk in den kommenden Jahren auch wirklich die benötigte Standsicherheit aufgewiesen hätte. Im Mai 2015 war auch über den Neubau einer Stahlbrücke diskutiert worden. Angesichts von geschätzten Kosten in Höhe von 720 000 Euro war diese Diskussion aber auch schnell wieder vorbei. „Die alte Brücke musste weg“, sagt Lenk. Die SPD habe abgewartet, welche Auswirkungen der Abriss habe. „Wir haben von vielen Menschen im Stadtteil Hainholz die Rückmeldung bekommen, dass diese Wegeverbindung sehr wichtig ist. Sie wurde auch als Schulweg genutzt“, betont Lenk.

 Die Brücke führte vom Heidkamp über die Gleise zur Holunderstraße. In der Nähe befinden sich die Erich Kästner Gemeinschaftsschule mit 1300 Schülern und die Timm-Kröger-Grundschule. Es gibt auch ein Gutachten, das die Frequenz auf der Brücke belegt. Danach haben 30 Personen die Brücke genutzt – und zwar pro Stunde. Keine Frage: Diese Verbindung über die Gleise war attraktiv. Jetzt müssen die Menschen in diesem Bereich größere Umwege in Kauf nehmen. Viele „Brückengeher“ steigen aufs Auto um.

Die SPD will die Brücke zurück. „Das werden wir auch im Wahlkampf deutlich machen“, kündigt der Fraktionschef an. Dass die Sozialdemokraten sich mit dem jetzigen, brückenlosen Zustand nicht zufriedengeben, machte Lenk schon im Dezember 2017 im Stadtverordneten-Kollegium deutlich. Die SPD hätte sich vorstellen können, schon für den Etat 2018 die Planungskosten für einen Neubau einzufordern.

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