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Elmshorner Nachrichten

18. Oktober 2017 | 02:29 Uhr

Elmshorn : Die SPD will 2016 kräftig anpacken

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Angebote der Schulen und Kitas sollen ausgebaut werden. Eine neue Kita und eine Erweiterung des Frauenhauses sollen geplant werden.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Es ist Programm und Versprechen zugleich: „Es wird sich was tun in Elmshorn!“, sagen die Elmshorner Sozialdemokraten Ernst Dieter Rossmann, Ulrich Lenk, Dörte Köhne-Seiffert und Hans-Joachim Seiffert. Denn die SPD hat sich für dieses Jahr kommunalpolitisch viel vorgenommen. Ganz oben stehen die Schulen. Vor allem beim Ausbau der Ganztagsschulen wollen die Genossen vorankommen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Kindertagesstätten. Hier sollen die Pflöcke für den Bau einer weiteren Einrichtung eingeschlagen werden.

Doch vor dem Ausblick steht bei den Genossen der Rückblick nach Ablauf der Hälfte der Wahlperiode. Und die Bilanz fällt positiv aus. So habe sich die SPD frühzeitig für den Neubau der KGSE stark gemacht. „Eine Entscheidung, die sich als richtig erwiesen hat“, so Fraktionschef Lenk.

Außerdem seien Wohnbauflächen für rund 600 neue Wohneinheiten geschaffen worden, der Stadtumbau West weiter vorangebracht worden, die Entscheidung für den Bau des neuen Rathauses getroffen und die Sanierung des Stadttheaters in Angriff genommen worden. Auch den Aus- und Neubau von Kindertagesstätten und die Erhöhung der Zahl der Krippenplätze verbuchen die SPD-Politiker auf der Haben-Seite.

Die Partei wird auch künftig das Gespräch mit den Bürgern suchen, kündigte Ortsvereinsvorsitzender Ernst Dieter Rossmann an. „SPD im Stadtteil“ lautet das Motto der Aktion, die dieses Jahr gestartet wurde. Rossmann ist gespannt: „Mal sehen, worüber die Leute reden wollen.“ Auch bei regelmäßigen Veranstaltungen, Stadtgespräche, Begehungen und Informationsständen soll das Gespräch mit den Bürgern gesucht werden. So ist beispielsweise für den 12. Februar eine Diskussionsveranstaltung mit Experten zum Thema „Krähen und kein Ende“ geplant.

Unterstützung für das Willkommensteam

Zudem wollen die Genossen weiterhin das Willkommensteam für Füchtlinge unterstützen, aber auch selbst initiativ werden, um in Sachen Integration voranzukommen.

Rossmann rät der Stadt, unbedingt das Sonderprogramm des Bundesfreiwilligendienstes zu nutzen. Bundesweit sind bis zu 10.000 Stellen in der Flüchtlingshilfe bereitgestellt worden. Auf den Kreis Pinneberg entfallen rund 30 Stellen. Sie stehen auch Asylbewerbern offen, bei denen ein dauerhafter Aufenthalt in Deutschland zu erwarten ist. „Das ist ein guter Weg zur Integration“, meint Rossmann. „Die Integration der Menschen, die hier sind, wird in diesem Jahr eine ganz wichtige Aufgabe sein“, sagt Seiffert.

Ein Schwerpunkt der Fraktionsarbeit der Elmshorner SPD ist laut Lenk auch 2016 die Schulpolitik. Die KGSE soll vollendet und die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule weiter erneuert werden. Ganz wichtig ist den Sozialdemokraten der Ausbau von Betreuungsangeboten der Schulen und Ganztagsschulen. „Es sollte für alle Eltern die Möglichkeit geben, dass ihre Kinder bis 16 oder 17 Uhr betreut werden“, so Rossmann. Jetzt sei es Glücksache, ob die gewählte Schule ein derartiges Angebot habe oder nicht.

Der Ausbau des Kita-Angebots als Schwerpunkt

Zweiter Schwerpunkt der sozialdemokratischen Arbeit in diesem Jahr wird der Ausbau des Kita-Angebots sein, kündigt Lenk an. So sollen zum einen zusätzliche Plätze durch die Erweiterung des bestehenden Angebots geschaffen werden. Zum anderen soll planerisch eine neue große Tagesstätte auf den Weg gebracht werden. „Wir wollen den Neubau so schnell wie möglich auf den Weg bringen“, sagt Hans-Joachim Seiffert. „Wir haben großen Nachholbedarf“, ergänzt Dörte Köhne-Seiffert.

In Sachen Bahnhofsumbau gibt es vorsichtigen Optimismus bei den Sozialdemokraten. Das Problem: Viele der benötigten Flächen gehören der Bahn. Und deren Immobilienverwertungsgesellschaft hatte bislang „horrende Preisvorstellungen“, erläutert Lenk. Doch nun scheine sich die Bahn zu bewegen, obwohl es noch keine konkreten Zahlen gebe. „Wir haben aber die Perspektive, dass sich mittelfristig was tut“, glaubt der Fraktionschef.

Um in Sachen Hallenbad zu entscheiden, ob Neubau oder Sanierung die bessere Lösung sei, müssten die Ergebnisse der Untersuchung abgewartet werden, so Lenk. „Dass eine Stadt wie Elmshorn aber ein Hallenbad braucht, ist für uns selbstverständlich“, macht er deutlich. Und noch etwas steht in diesem Jahr auf der Agenda der Elmshorner SPD: das Frauenhaus. Es gebe Zeiten, da würden vier Menschen auf zwölf Quadratmetern leben. „Wir brauchen eine Lösung. Und deshalb müssen wir in diesem Jahr beschließen, dass wir etwas machen wollen“, so Lenk. Für Rossmann steht fest: „Es wird in diesem Jahr in Elmshorn einiges passieren.“

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