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Elmshorner Nachrichten

18. Dezember 2017 | 10:29 Uhr

Rathausfrage in Elmshorn : Die SPD legt sich fest

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Einstimmig beschlossen: Größte Fraktion will die Verwaltung südlich der Schauenburgerstraße ansiedeln.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Die SPD-Fraktion in Elmshorn hat sich einstimmig festgelegt: Das neue Elmshorner Rathaus soll südlich der Schauenburgerstraße zwischen Markthalle und der Straße Vormstegen gebaut werden. Die Sozialdemokraten, die im Stadtverordnetenkollegium die größte Fraktion stellen, entschieden sich nach einer öffentlichen Fraktionssitzung im Kollegiumssaal des Rathauses für den Standort.

„Das war ein gelungenes Experiment, das wir bei passender Gelegenheit wiederholen werden“, lautet das Fazit des SPD-Fraktionsvorsitzenden Ulrich Lenk nach der öffentlichen Sitzung. Rund 20 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Sie informierten sich über verschiedene Standortalternativen sowie die Vorzüge und Nachteile der verschiedenen Varianten und konnten die Angelegenheit gemeinsam mit den Fraktionsmitgliedern erörtern.

Zur Einführung in die Thematik schilderte der büroleitende Beamte der Stadt Elmshorn, Carsten Passig, die bisherige Diskussion im Sonderausschuss Rathaus. Im Mittelpunkt seines Beitrags stand die Vorstellung der Standortvariante im sogenannten Suchfeld 3 (südlich der Schauenburger Straße), die auch von der Verwaltung für den Rathausneubau präferiert wird. Passig erläuterte auch, warum ehemals angedachte Standorte zwischenzeitlich vom Sonderausschuss verworfen wurden und sich die Auswahl zuletzt auf zwei mögliche Areale an verschiedenen Seiten des Buttermarktes reduzierte.

Nach einer ersten Fragerunde, in der insbesondere die interessierte Öffentlichkeit zu Wort kam, erhielt auch Wilfried Kneffel von der Initiative für Stadtbildgestaltung die Möglichkeit, seinen Standortvorschlag vorzustellen. Er schlägt vor, das neue Rathaus auf dem Südufer des Hafens in etwa der Höhe des jetzigen Parkdecks zu bauen.

Im Anschluss an die Vorstellung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die verschiedenen Varianten und eine intensive Auseinandersetzung über den Vorschlag Kneffels und seiner Mitstreiter. Nach 90 Minuten zeichnete sich aus den Wortmeldungen der Interessierten eine grundsätzliche Zustimmung für den Standort im Suchfeld 3 ab.

Da einzelne Aspekte derzeit noch vertraulich zu behandeln sind, setzten die Sozialdemokraten ihre Fraktionssitzung intern fort. Nach einer weiteren halbstündigen Diskussion stand das Ergebnis der Fraktionsberatung dann aber fest: „Unsere Vertreter werden im Sonderausschuss für den Standort im Suchfeld 3 stimmen“, verkündet die Fraktionssprecherin Dörte Köhne-Seiffert.

Den Ausschlag für die einstimmige Entscheidung gaben die Vereinbarkeit mit dem Rahmenplan, die Lage am südlichen Rand des Buttermarktes, von der sich die Sozialdemokraten eine verbindende Wirkung zwischen den City-Einzelhandelsflächen und dem zukünftigen neuen Quartier zwischen Schauenburgerstraße und der Reichenstraße versprechen, so wie das großzügige Platzangebot, das einen großen Spielraum bei der Planung eröffne und auch in der Zukunft weitere Entwicklungsmöglichkeiten böte. „Hier sehen wir diese Variante klar im Vorteil gegenüber den anderen durch die Verwaltung geprüften Standorten, ebenso wie gegenüber dem Vorschlag der Initiative“, sagte Köhne-Seiffert und ergänzte: „Außerdem konnte uns die Vorstellung eines Rathauses vor der Kulisse der Köllnflocken-Werke auch gestalterisch nicht überzeugen.“

Die Debatte um den Rathausstandort wird morgen Abend weitergeführt. Dann tagt der Sonderausschuss Rathaus von 18 Uhr an öffentlich im Mehrzwecksaal des Rathauses (Eingang Büro der Gleischstellungsbeauftragten, Parkseite).
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