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Bilanz : Die Sparkasse beleibt Marktführer in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bilanz Vorstand zufrieden mit Geschäftsjahr 2016. Niedrigzinsphase macht dem Marktführer in Elmshorn zu schaffen.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 10:00 Uhr

Die gute Nachricht hatte Vorstands-Chef Torsten Stockfleth sofort parat. „Bei der Sparkasse Elmshorn bleibt die Abhebung am Geldautomaten für unsere Kunden kostenlos“, sagte er am Dienstag, während der Vorstellung der Bilanz 2016. Damit trat Stockfleth Befürchtungen von Kunden entgegen. Viele waren aufgeschreckt, weil derzeit rund 40 Sparkassen in Deutschland entsprechende Gebühren von Kontoinhabern verlangen. Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2016 ist der Vorstand zufrieden, obwohl das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist: die Niedrigzinsphase macht auch der Sparkasse Elmshorn zu schaffen.

Dennoch, die Bank mit Sitz an der Königstraße ist weiterhin Marktführer in der Stadt. Die Sparkasse schloss das Jahr 2016 mit einer Bilanzsumme von 863 Millionen Euro und knapp 60.000 Kundenkonten ab. Vor Steuern beträgt das Betriebsergebnis 3,9 Millionen Euro. Nach Abzug der Steuern von 2,3 Millionen Euro bleibt ein Jahresergebnis von 1,6 Millionen Euro (2015 waren es 1,9 Millionen Euro). Das Geld soll dem Eigenkapital zugeführt werden. „Wir sind auch deshalb zufrieden, weil die Sparkasse Elmshorn erneut zu den ertragsstärksten Sparkassen in Schleswig-Holstein zählt und auch über dem Durchschnitt aller Sparkassen in Deutschland liegt“, so Vorstands-Chef Thorsten Stockfleth.

Neben Wedel ist die Sparkasse Elmshorn die einzige Stadtsparkasse im Kreis Pinneberg. Das Unternehmen hat derzeit knapp 200 Mitarbeiter, darunter 16 Auszubildende.Neben der Hauptstelle an der Königstraße gibt es Filialen im City Center, am Koppeldamm und am Hainholzer Damm. Thorsten Stockfleth: „Unsere Mitarbeiter sind Basis für unseren Erfolg. Über 80 Prozent von ihnen leben direkt in Elmshorn und Umgebung. Durch die feste Verankerung zeigen wir: Elmshorn und Sparkasse gehören zusammen“. Die Sparkasse hat im vergangenen Jahr für 93 Millionen Euro neue Darlehen vergeben (Firmenkunden 53 Millionen, Privatkunden 40 Millionen). Das Volumen der Einlagen stieg 2016 auf 716 Millionen Euro ( 2015 waren es 705 Millionen Euro).

Für Sparkassen-Vorstand Matthias Bungert ist die Qualifikation der Mitarbeiter im Wertpapierbereich aktuell besonders wichtig. „In Zeiten, in denen der Guthabenzins nicht mehr existiert, kommt der Wertpapieranlage und dem Fondssparen für die Vermögensbildung eine erhebliche Bedeutung zu“, sagt er. Um Kunden kompetent beraten zu können, hat die Sparkasse Elmshorn ein neues Team für die Vermögensaufbauberatung.

Auch wenn die Sparkasse weiterhin stark auf persönliche Kontakte mit Kunden setzt, wird das Internetgeschäft immer wichtiger. „Unsere Kunden suchen viel stärker als früher auf digitalen Wegen Kontakt zu uns“, sagt Thorsten Stockfleth. Er weist darauf hin, dass die Sparkasse gerade ihre Internetfiliale aktualisiert habe. Sie ist laut Vorstand mittlerweile die „am intensivsten besuchte Filiale“. Zahlreiche Privatkunden und die meisten Firmenkunden greifen mit PC, Tablet oder Smartphone auf ihre Konten zu.

Das Internet kennt keine Geschäftszeiten, doch auch diejenigen, die ihre Sparkasse außerhalb der Öffnungszeiten telefonisch erreichen wollen, sollen künftig besser versorgt werden. Die Sparkasse Elmshorn investiert in ein Kundenservice-Center. Der Dienst soll im vierten Quartal 2017 starten. Mit dem guten Jahresergebnis für 2016 blickt der Vorstand „selbstbewusst und optimistisch“ in die Zukunft. Sparkassenchef Thorsten Stockfleth wagt sogar ein Wortspiel mit dem neuen Slogan der Stadt: „Es ist und bleibt für Elmshorn normal: Die Stadt und ihre Bürger haben eine eigene Sparkasse – und das finden nicht nur wir, sondern besonders unsere Kunden super.“

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