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Umwandlung in SB-Filiale : Die Sparkasse am Hebbelplatz schließt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Filiale wird ab April 2017 zur SB-Filiale. Investiert wird von Seiten der Sparkasse Elmshorn in ein Kunden- und Servicecenter.

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erstellt am 08.Dez.2016 | 14:00 Uhr

Elmshorn | Immer weniger Kunden am Schalter. Immer weniger Beratungsbedarf. Die Sparkasse Elmshorn zieht für ihre Filiale am Hebbelplatz die Konsequenzen. Sie wird geschlossen und in eine SB-Filiale umgewandelt. „Neben dem Geldautomat und dem SB-Terminal wird auch der Briefkasten für die Abgabe von Überweisungen und anderen Belegen erhalten bleiben“, betonte gestern der Vorstandsvorsitzende Thorsten Stockfleth. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Matthias Bungert stellte er die strategische Ausrichtung der Sparkasse für das Jahr 2017 vor.

Die Filiale am Hebbelplatz: 1962 eröffnet und damit die älteste der Sparkasse. Die Umstellung auf die SB-Filiale erfolgt zum 1. April 2017. „Die betroffenen Kunden werden rechtzeitig informiert“, sagte Bungert. Die drei Mitarbeiter werden in anderen Filialen eingesetzt. „Die Filiale wurde nicht mehr stark frequentiert. Das liegt auch daran, dass es dort keinen Nahversorger mehr gibt“, erklärte Stockfleth. Der Hebbelplatz: Anfang Dezember hatte die Volksbank Pinneberg-Elmshorn die Schließung ihrer Filiale zum 31. März 2017 verkündet.

PC, Tablett, Smartphone, Apps und Internet: Die Bankenwelt ist in Bewegung, das Kundenverhalten ändert sich. Immer weniger Kunden nutzen die Dienstleistungen in den Filialen. „Im Durchschnitt kommen unsere Kunden einmal im Jahr zur persönlichen Beratung“, sagte Bungert. Doch gerade auch junge Menschen nutzten diesen Service in puncto Vermögensbildung und Altersvorsorge. Die „Nähe zum Kunden“ bezeichnet der Vorstand als Erfolgsfaktor. Deswegen werde die Sparkasse neben der Hauptstelle in der Königstraße auch an der Geschäftsstelle im CCE – nur 300 Meter entfernt – festhalten. „Hier haben wir besondere Öffnungszeiten, auch sonnabends von 8.30 bis 12.30 Uhr geöffnet“, sagte Stockfleth.

Qualität, Nähe, Service, Erreichbarkeit: Hier will die Sparkasse Elmshorn – sie beschäftigt 200 Mitarbeiter – 2017 noch mehr Akzente setzen. Investiert wird in ein Kunden- und Servicezentrum, indem den Kunden telefonisch geholfen wird – unabhängig von den Öffnungszeiten der Filialen. Zudem wird die Sparkasse das Erdgeschoss im Haupthaus in der Königstraße modernisieren. Über den IT-Dienstleister der Sparkassen soll die Internet-Filiale optimiert werden.

Lenken seit Juli 2014 die Geschicke der Sparkasse Elmshorn: Thorsten Stockfleth (links) und Matthias Bungert.
Lenken seit Juli 2014 die Geschicke der Sparkasse Elmshorn: Thorsten Stockfleth (links) und Matthias Bungert. Foto: Christian Brameshuber
 

Die Filialen an den Nahversorgungszentren Koppeldamm und Hainholz stehen nicht zur Disposition. Laut Stockfleth werden sie stark frequentiert. „Auch die SB-Pavillons am Flamweg bei Netto und an der Köllner Chaussee bei Penny werden gut angenommen, ebenso wie die Geldautomaten bei Edeka am Wedenkamp und im Marktkauf am Ramskamp“, sagte Stockfleth.

Das Vorstandsteam hatte im Juli 2014 damit begonnen, die Sparkasse Elmshorn neu auszurichten. Auch wenn noch keine Zahlen für 2016 vorliegen: „Wir sind zufrieden“, betonte Bungert. Er macht keinen Hehl daraus, dass die Niedrigzinspolitik und die Auflagen der Bankenaufsicht das regionale Kreditinstitut vor große Herausforderungen stellt. „Die Sparkasse Elmshorn macht sich fit für die Zukunft“, sagte Stockfleth.

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