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Rund um Elmshorn : Die Osterfeuer erweisen sich als echte Publikumsmagneten

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Veranstaltungen in Klein Nordende, Sparrieshoop, Seestermühe und Horst ziehen jeweils hunderte Besucher an. In Elmshorn wird dagegen in kleiner Runde gefeiert.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 14:00 Uhr

Elmshorn | Das Wetter war für den Besuch eines Osterfeuers nahezu optimal: Strahlender Sonnenschein, später waren Mond und Sterne zu sehen. Es war trocken und nicht zu kalt. „Es ist einer der ersten schönen Frühlingsabende“, sagten viele, die die Osterfeuer in Elmshorn und Umgebung besuchten und die besondere Atmosphäre genossen. Egal, ob in Klein Nordende, Seestermühe, Horst, Sparrieshoop oder in Elmshorn selbst: Überall erwiesen sich die Veranstaltungen als echte Publikumsmagneten. Parkplätze rund um die Veranstaltungsorte waren Mangelware. Die meisten Besucher machten sich entweder zu Fuß oder per Fahrrad auf den Weg zu den Veranstaltungsorten.

In Klein Nordende startete das Familienosterfeuer des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr bereits um 17 Uhr – optimal für Familien mit kleinen Kindern. Aus Klein Nordende sowie der näheren und weiteren Umgebung strömten die Familien zur Wiese am Beekenweg. Doch nicht nur der zeitige Beginn begeisterte die kleinen Besucher, sondern auch das zweite, wesentlich kleinere Osterfeuer. Hier konnten die Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Eltern Würstchen grillen und das Feuer etwas entfernt von den vielen Besuchern genießen. „So voll war es noch nie. Die Autos der Besucher stehen ab der Dorfstraße“, kommentierte Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel die erfolgreiche Veranstaltung.

Das sicherlich größte Osterfeuer des Elmshorner Umlands fand am Sonnabend in Seestermühe statt. Auf der Wiese am Bauerndamm hatten die Organisatoren der Veranstaltung das gesammelte Buschwerk eines Jahres zu einem riesigen Osterfeuer gestapelt. Mindestens vier Meter hoch und 25 Meter lang war der Haufen, der um 19 Uhr gleich an zwei Stellen angezündet wurde. Besucher, die dem Feuer nahe kommen wollten, mussten sich an diesem Abend allerdings gleich zwei Herausforderungen stellen: Durch den starken Wind musste zunächst die starke Rauchwolke durchquert werden. Anschließend hatten große und kleine Osterfeuerfans mit einer ausgesprochen matschigen Wiese zu kämpfen. Davon ließen sich die Besucher allerdings nicht abschrecken und machten sich immer wieder auf den Weg zum Feuer.

Klein Nordende: Hier ging es schon um 17 Uhr los – das machte das Ereignis für viele Familien attraktiv.
Klein Nordende: Hier ging es schon um 17 Uhr los – das machte das Ereignis für viele Familien attraktiv. Foto: Kamin
 

Wer keine Lust hatte, sich durch Rauch und Matsch zu kämpfen, der konnte direkt am Bauerndamm bleiben. Die Organisatoren des Feuers um den Chef des TSV Seestermühe Jürgen Pliquet hatten vorgesorgt. „Ich habe in den letzten Tagen immer wieder verschiedene Wettermeldungen abgerufen, um zu erfahren, aus welcher Richtung der Wind kommt. Wir wollten vermeiden, dass die Getränke- und Essensstände direkt im Rauch stehen“, so Pliquet. Aufgrund der Windrichtung und der Bodenverhältnisse auf der Wiese hatte sich der TSV entscheiden, die Stände direkt auf dem Bauerndamm aufzustellen. Die Besucher genossen so trockenen Fußes den Blick auf das Feuer und konnten darüber hinaus direkt den Klängen der Feuerwehrkapelle lauschen.

Auch das Osterfeuer der Feuerwehr in Klein Offenseth-Sparrieshoop verzeichnete hohe Besucherzahlen. Nicht nur viele Sparrieshooper waren zur Wiese an der Schulstraße gekommen, sondern auch zahlreiche Besucher aus der Umgebung. Das hatte zur Folge, dass sich an den Getränkeständen und am Grill zeitweilig lange Schlangen bildeten. Die Jugendfeuerwehr, die wie jedes Jahr für Stockbrot und Waffeln zuständig war, war nach knapp 90 Minuten arbeitslos. „Es ist 20.20 Uhr, und wir sind restlos ausverkauft. 25 Kilogramm Stockbrotteig und 25 Kilogramm Waffelteig sind weg. Die Besucher haben uns förmlich überrannt. Das ist echt grandios“, freute sich die Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Klein Offenseth-Sparrieshoop, Maike Bahlke, über den großen Besucherandrang beim Osterfeuer an der Schulstraße.

Horst: Abseits des Osterfeuers backten Kinder und Jugendliche Stockbrot.
Horst: Abseits des Osterfeuers backten Kinder und Jugendliche Stockbrot. Foto: Mohrdieck
 

Auch wenn es in Horst kein großer Reisighaufen war, sondern aufgrund der zentralen Ortslage Einwegpaletten nach und nach beim Osterfeuer der Freiwilligen Feuerwehr verbrannt wurden, so war die Veranstaltung doch wieder ein voller Erfolg. Mehr als 300 Besucher kamen am Sonnabend zum Gerätehaus der Wehr, um gemeinsam mit Getränken, Stockbrotbacken, Grillwurst und leckeren Waffeln ein paar gesellige Stunden zu verbringen.

Klein, aber fein war das Feuer in Elmshorn: Das Osterfeuer vor den Knechtschen Hallen an der Berliner Straße, das vom Umfang des zu verfeuernden Brandguts her eher an ein größeres Lagerfeuer erinnerte, zog am Sonntagabend ein paar Dutzend interessierte Elmshorner an. Diese genossen bei trockenem, aber relativ kühlem Wetter die wohlige Atmosphäre vor den wärmenden Flammen und nutzen die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Klönschnack. „Es ist schade, dass es in Elmshorn offiziell nicht mehr ein so großes Osterfeuer gibt wie noch vor wenigen Jahren beim Jugendhaus im Krückaupark. Aber auch so ein kleines Feuer hat seinen Reiz und passt zu Ostern – auch am Sonntag“, erklärte Ralf Striehlow (42), der mit zwei Freunden zufällig vorbeikam und zunächst nur kurz verweilen wollte, dann aber doch länger blieb.

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