Die Marke Kölln „erleben“

Vermarkten ihre Produkte bald in der Hamburger City: Die Kölln-Manager Otto Fubel (links)  und Winfried Rostock.
Foto:
1 von 2
Vermarkten ihre Produkte bald in der Hamburger City: Die Kölln-Manager Otto Fubel (links) und Winfried Rostock.

Elmshorner Unternehmen investiert eine Million Euro / 350 Quadratmeter großes Geschäft mit Bistrobereich und Showküche

shz.de von
02. Juni 2014, 16:00 Uhr

Geht es um die Vermarktung von Haferflocken und Müsli, macht ihnen so schnell keiner was vor. Doch von Gastronomie verstehen Otto Fubel und Winfried Rostock nach eigenem Bekunden herzlich wenig. Kein Problem für die beiden Manager des Elmshorner Traditionsunternehmens Peter Kölln. Die „Erfinder“ des Projekts Kölln Haferland haben sich für Konzeption und Umsetzung des Flagshipstores in Hamburg Hilfe von externen Beratern geholt. Und die haben gemeinsam mit den Elmshornern lange getüftelt. Das Resultat ist eine Erlebniswelt rund um Gesundheit und Genuss. „Die Marke soll erlebbar sein“, sagt Kölln-Finanzchef Winfried Rostock.

Er war es, der vor fünf Jahren als erster darüber nachdachte, eine City-Filiale einzurichten. Die Überlegungen hinter dem Projekt: Steigerung des Bekanntheitsgrades, neue Kunden, Präsentation der Firma als innovatives, kundenorientiertes Unternehmen. Mehrere Jahre lang werkelten die Kölln-Mitarbeiter am Konzept. 2013 fanden die Elmshorner in Hamburg einen geeigneten Standort mitten in der City: Der Haferland-Store ist im Erdgeschoss des frisch renovierten und denkmalgeschützten Burchard-Hofes, Steinstraße 27, untergebracht – einen Steinwurf entfernt von der Mönckebergstraße.

„Die Lage in der City ist ideal, dort spielt sich das städtische Leben ab“ , sagt Otto Fubel. „Den Besuchern im Haferland öffnet sich eine Erlebniswelt rund um Genuss und gesunde Ernährung“, so der Kölln-Manager. Im modern gestalteten 350 Quadratmeter großen Geschäft ist das gesamte Kölln-Sortiment zu finden – von der klassischen blauen Flockenpackung über Müslis und Haferdrinks bis zur Säuglingsnahrung. Jeder Kunde kann sich sein eigenes Müsli aus verschiedenen Sorten und Zutaten zusammenstellen. Die 300-Gramm-Packung – auf Wunsch sogar mit Namensschild – soll 4,75 Euro kosten. Winfried Rostock: „Im Kern dreht sich alles um das Kernprodukt Hafer.“

Vorgesehen ist in der Cityfiliale neben dem Verkaufsraum auch ein Restaurantbereich mit Herzhaftem und Süßem für jede Tageszeit. Die Kunden können im Flagshipstore Becher, Behälter und Küchentücher in typischen Kölln-Farben kaufen. In der Showküche entstehen leckere Gerichte.

Ein Team von acht Mitarbeitern – vier feste Kräfte, vier Aushilfen – kümmert sich um die Besucher. Peter Kölln hat damit neue Arbeitsplätze geschaffen. „Wir kommen aus der Industrie und brauchten Leute, die sich im Bereich Gastronomie auskennen“, sagt Otto Fubel. So stehen den Besuchern im Haferland geschulte Verkäufer und Ernährungsberater zur Verfügung. „Wir wünschen uns, das die Menschen unser Geschäft in ihren Alltag integrieren“, sagt Winfried Rostock.

Familien, Geschäftsleute und Touristen gehören zur Zielgruppe. Deshalb ist Hamburg für die Firma Peter Kölln der bevorzugte Standort. Otto Fubel: „Zunächst gab es auch die Überlegung nach Berlin zu gehen, diese Idee haben wir aber verworfen.“ Auch deshalb, weil Hamburg näher am Firmensitz Elmshorn liegt und die Zulieferung einfacher ist.

Für die Hansestadt spricht auch die Kaufkraft der Bewohner und der wachsende Tourismus. Winfried Rostock: „Dazu kommt, dass wir natürlich emotional in der Region verwurzelt sind.“

Eine Million Euro haben die Köllnflockenwerke in ihren Flagshipstore investiert. Das Projekt soll sich selbst tragen. „Eine schwarze Null wäre gut, mit mehr wären wir natürlich auch nicht unzufrieden“, sagt Otto Fubel. Kommt die Cityfiliale bei den Kunden an, kann sich der Kölln-Manager auch mehr vorstellen. „Berlin und München wären die Optionen“.

Doch zuerst kommt Hamburg. Die Eröffnungsfeier im Kölln Haferland für geladene Gäste ist am 10. Juni . Danach sind die Kunden an der Reihe. Otto Fubel und Winfried Rostock sind sicher, dass ihre Idee „Made in Elmshorn“ bei den Hamburgern gut ankommt.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen