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Elmshorner Nachrichten

19. August 2017 | 18:55 Uhr

Elmshorn : Die Homepage zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtteilbücherei Hainholz eingeweiht: Zentrum und Plattform für Wissen, Kultur und Kommunikation

Sie ist übersichtlich und hell gestaltet, die einzelnen Unterpunkte sind klar gegliedert. Das Menü weist Wissen und Unterhaltung aus mehr als 12 000 Büchern aus und gibt Raum für – hier „Unterhaltung“ genannte – Chats sowie andere kulturelle Aktivitäten auf einer gefühlten Fläche von 500 Quadratmetern. Allerdings: Auf diese Homepage kommt man nicht mit einem Mausklick, hier geht es noch live durch die Tür. Die neue Stadtteilbücherei von Hainholz ist alles andere als eine virtuelle Domäne, sie ist eher eine konkrete Seite der Heimat Hainholz und deshalb auch als ein Zentrum für die Bildung, Kultur und Kommunikation im Stadtteil eingeweiht worden.

So war es denn auch nicht „Siri“, die als Sprachassistentin die mehr als 100 Gäste zur Eröffnung der Bücherei im neuen Gebäude der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (KGSE) monoton begrüßte, sondern eine Frau mit Hand und Fuß, mit Kopf und Herz: Annnette Kahl, die langjährige Leiterin der Bücherei. Und sie stellte bereits nach wenigen Worten klar, dass die neuen Räume auch weiterhin von real existierenden Menschen mit Leben gefüllt werden. Alle nachfolgenden Redner und Vortragende stellten dies denn auch eindrucksvoll unter Beweis. Die Folge: Die Eröffnungsfeier, zu der neben Bürgermeisterin Brigitte Fronzek und Stadtrat Volker Hatje auch weitere Vertreter der Verwaltung und Politik sowie Schüler und Lehrer der KGSE und viele Bewohner aus dem Stadtteil Hainholz gekommen waren, gestaltete sich bunt und kurzweilig.

Stadtrat Hatje erinnerte nicht nur an die Geschichte der Schulbücherei, die 1990 als Stadtteilbücherei eingeweiht worden war, sondern auch an die bis heute anhaltende Debatte um das Für und Wider dieser Einrichtung. Für ihn ist die Position allerdings klar: „Die Stadt Elmshorn ist stolz, diesen Treffpunkt für Bildung und Kultur geschaffen zu haben“, sagte er.

Wie Bolle gefreut hat sich Dr. Heinz-Juergen Lorenzen, der Leiter des Büchereivereins Schleswig-Holstein. Der Grund: Es kommt in Zeiten täglicher Handy-Shop-Eröffnungen äußerst selten vor, dass für eine Bücherei neue Räume eingeweiht werden. Gerade Kinder müssten so früh wie möglich mit Büchern in Kontakt kommen, sagte der Fachmann und beglückwünschte auch deshalb die Stadt Elmshorn zu ihrer „klugen Entscheidung“, der bereits von ihm vor 23 Jahren eröffnete Stadtteilbücherei eine Zukunft gegeben zu haben. KGSE-Schülersprecher Lukas Huckfeldt brachte es kurz und bündig auf den Punkt und sagte an die Politiker gewandt: „Danke, dass die Bücherei nicht dem Rotstift zum Opfer gefallen ist“

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erstellt am 27.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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