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Streit um Kita-Plätze : Die FDP verteidigt ihre Entscheidung

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Es werde versucht, auf Kosten der Kinder und auf Kosten des innovativen Konzeptes möglichst schnell, möglichst viele Kinder unterzubringen, so die FDP.

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erstellt am 31.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner FDP hat in einer Pressemitteilung ihre Position beim Streit um 20 zusätzliche Kita-Plätze beim Umbau der Paul-Dohrmann-Schule verteidigt. Gegen die Stimmen der CDU hatte der Kinder- und Jugendausschuss vor Kurzem beschlossen, für die geplante Bewegungs-Kita am bisherigen Raumkonzept festzuhalten. Die Kita-Aufsicht des Kreises Pinneberg hatte nach Durchsicht der Planungen vorgeschlagen, noch 20 Elementarplätze zusätzlich zu schaffen, weil Raum genug vorhanden sei. Doch das lehnte eine Mehrheit im Jugendausschuss ab: Begründung: Mehr Raum sei für eine Bewegungs-Kita ideal.

Es werde versucht, auf Kosten der Kinder und auf Kosten des innovativen Konzeptes möglichst schnell, möglichst viele Kinder unterzubringen, so die FDP. Pascal Mangels, Bürgerschaftliches Mitglied im Ausschuss, sagt dazu: „Diesen Weg gehen wir als FDP nicht mit.“

Ein Bewegungskindergarten reduziere sich nicht nur auf eine Sporthalle und einen großen Außenbereich, so die FDP in ihrer Stellungnahme weiter. Vielmehr gehe es hier um das Gesamtkonzept – Bewegung solle gelebt werden. Spontane Bewegungsmomente auch in den Gruppen und im Gruppenalltag zu ermöglichen, gehe nur, wenn die Räume möglichst großzügig angelegt seien. Um das pädagogische Konzept perfekt umzusetzen, würden zusätzliche Differenzierungsräume zusätzlich zu den Gruppenräumen benötigt werden, diese würden bei einer Erweiterung um eine Elementargruppe der Einrichtung zum Opfer fallen und es damit den Pädagogen erschweren, das gewünschte Konzept umzusetzen.

Die FDP kritisiert auch die Elmshorner CDU, die in der vergangenen Woche ihre Position verteidigt hatte (wir berichteten). CDU-Sprecherin Karla Fock sprach von einer Luxus-Entscheidung, die rückgängig gemacht werden müsse. Dem entgegnet die FDP: „Die CDU Schleswig Holstein spricht sich in dem Koalitionsvertrag der Jamaikakoalition deutlich für eine Qualitätssteigerung in den Kindertagesstätten aus und stellt dafür in den nächsten Jahren 70 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt-CDU sieht das anscheinend anders – Quantität vor Qualität?“

Die Finanzen seien immer wieder Gegenstand von Beratungen und leider würden sie auch immer häufiger als letztes, als entscheidendes Argument in der politischen Diskussion angewendet werden. „In diesem Fall sollte klargestellt werden, dass dem Haushalt keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen würden, sondern dieser mit weitaus höheren Kosten belastet würde“, so die FDP. Es gebe einmalig mehr Zuschuss zum Ausbau einer Gruppe mehr – die laufenden Kosten würden – wie bei jeder anderen Kita auch – Stadt, Kreis, Land und Eltern tragen. „Das Wohl der Kinder hat die Entscheidung der FDP maßgeblich beeinflusst“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wir wollen die beste Bildung für unsere Kinder und dazu gehören auch die nötigen Räume und das passende pädagogische Konzept.“

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