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Krähenplage in Elmshorn : Die CDU ist sauer auf das Land

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nestentfernung - der entsprechende Antrag sei von Stadt rechtzeitig gestellt worden.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2017 | 12:30 Uhr

Elmshorn | Die Krähenplage besser in den Griff bekommen: Das Nein des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) stößt der Elmshorner CDU übel auf. „Uns wird immer nur erklärt, warum es nicht geht. Lösungen, die für die betroffenen Menschen eine Lageverbesserung bringen, werden uns vom Land nicht gegeben“, kritisiert Fraktionschef Immo Neufeldt.

Nicht nur seine Partei, sondern auch „sehr große Teile der Bevölkerung hätten die Ablehnung zur Entfernung von Saatkrähennestern mit Unmut und Unverständnis aufgenommen“. Wie berichtet, hatte die Stadt beim Land den Antrag gestellt, auch über den 15. März hinaus noch Krähennester entfernen zu dürfen. Doch genau das hatte Diplom-Biologe Rüdiger Albrecht vom LLUR nach einem Vorort-Termin in Elmshorn am 21. März nicht erlaubt. Die Begründung: Die Tiere seien schon am Brüten.

Für Neufeldt ein fadenscheiniges Argument. Die Anträge wären zeitig genug gestellt worden. Doch dann seien sie solange in Kiel „bebrütet“ worden, bis die Brutzeit der Vögel begonnen hatte „und man nun den Antrag nicht mehr genehmigen kann“. Die CDU ist sauer aufs Land. Auch, weil das zusätzliche Geld zur Krähenvergrämung, das auf Initiative der CDU für 2017 zur Verfügung gestellt wurde – 8000 Euro für Baumschnitt und Nestentfernungen – im Kampf gegen die Krähen jetzt gar nicht eingesetzt werden kann.

Neufeldt fordert seit Jahren eine deutlich härtere Gangart gegen die unter Naturschutz stehenden Vögel. Er warnt davor, dass frustrierte Elmshorner Wege beschreiten könnten, die sich am Rande der Legalität befänden.

Lärm und Kot in vielen Bereichen der Innenstadt: „Menschen sind verzweifelt. Wir müssen ihre Lebensbedingungen auch in diesem Punkt verbessern, sonst ziehen sie aus Elmshorn weg“, warnt der CDU-Fraktionschef. Die CDU-Landtagskandidatin Birte Glißmann weist darauf hin, dass im Wahlprogramm festgeschrieben wurde, „den Krähenbestand zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen“.

Durch den Stadtumbau West sollen laut Neufeldt neue Bürger gewonnen, die Innenstadt gestärkt, das Bahnhofsumfeld verbessert werden. Ohne die „Luftraumhoheit“ der Stadt würden aber alle teuren Maßnahmen entwertet. „Das wird es mit der CDU nicht geben“, verspricht der CDU-Chef.

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