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Bahnverbindung Elmshorn-Eidelstedt : Die CDU fordert ein drittes Gleis

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Michael von Abercron und Barbara Ostmeier wollen die Änderung des Bundesverkehrswegeplans.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Der Ausbau der Bahnverbindung Elmshorn-Eidelstedt muss in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Das haben der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Elmshorn, Michael von Abercron, sowie die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier gefordert.

„Die Bahnstrecke ist so stark frequentiert, dass zusätzliche Bahnhalte und Verbindungen zum Beispiel für Tornesch/Uetersen immer wieder mit dem Hinweis der Überlastung abgelehnt wurden“, begründete Abercron die Forderung. Darüber hinaus seien die Züge in den Spitzenzeiten schon heute so stark ausgelastet, dass die Bahn eine weitere Zunahme des Pendlerverkehrs nicht mehr aufnehmen könne. Damit müsse aber aufgrund der neuesten Bevölkerungsprognosen in den nächsten Jahren gerechnet werden. Außerdem ist es aus Sicht der beiden Christdemokraten auch umweltpolitisch sinnvoll, das Bahnangebot im dicht besiedelten Hamburger Umland zukunftsfest zu machen, zumal auch die Straßenverbindungen von und nach Hamburg stark belastet seien und der geplante Ausbau der A23 bestenfalls die Zunahme des Kfz-Verkehrs abfedern könne.

„Die Einlassung vom SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, er wolle die Initiativen darin unterstützen, die Aufnahme des ,Dritten Gleises’ in den Bundesverkehrswegeplan einzufordern, hört sich nett an. Aber es wird höchste Zeit zu handeln, denn seit Bundesverkehrsminister Bodewig 2002 dies versprochen hat, ist noch nichts passiert“, sagt Ostmeier.

Michael von Abercron

Michael von Abercron

„Versprechungen und Erklärungen helfen aber nicht weiter, wir müssen jetzt handeln,“ erklärten Ostmeier und von Abercron. Sie kündigen an, selbst eine Stellungnahme im noch laufenden Anhörungsverfahren abgeben zu wollen.

Die Ablehnung des „Dritten Gleises“ der Bahn AG mit dem Hinweis auf eine mögliche Entlastung der Strecke durch die zukünftige Fehmarn-Belt –Querung steht nach Auffassung der CDU-Politiker nicht nur wegen des Zeitpunkts einer Realisierung auf sehr tönernen Füßen. „Allein der marode Zustand der Fehmarn-Sund-Brücke wird diese Strecke auf Jahre völlig lahm legen und die Realisierung mit Sicherheit erheblich verzögern“, sagt Ostmeier.

Abercron: „Wenn wir es ernst meinen, dass mehr Menschen und Güter im Raum Elmshorn-Tornesch-Uetersen-Pinneberg auf die Schiene sollen, dann gibt es doch zum dritten Gleis keine Alternative.“ Ostmeier und Abercron fordern deshalb die Landesregierung zum Handeln auf: „Sowohl Herr Albig als auch sein Wirtschaftsminister könnten endlich einmal aktiv für die Region tätig werden.“

Barbara Ostmeier.
Barbara Ostmeier.

Da sie davon aber nicht ausgehen, wollen sie „die Landesregierung nun beim Wort nehmen und die Prüfung einer Realisierung allein durch die DB und ohne den Bund einfordern,“ erklärteo Ostmeier. Denn sollte trotz aller Bemühungen der Weg über den Bundesverkehrswegeplan nicht gelingen, müsse die Landesregierung selbst aktiv werden und über andere Möglichkeiten nachdenken, wie dies Projekt realisiert werden könne. Nach Artikel 106a des Grundgesetzes stünden den Ländern unmittelbar Mittel des Bundes zu, um die bedarfsgerechte Förderung des Schienenpersonennahverkehrs zu ermöglichen.

Abercron und Ostmeier: „Wir werden das jetzt zum Thema in den entsprechenden Ausschüssen des Landes machen. Dann werden wir ja sehen, wie ernst es dieser Landesregierung damit ist, den Menschen in diesem dichtbesiedelten Raum eine umweltfreundliche und verkehrspolitisch dringend erforderliche Alternative zu geben.“

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