Elmshorns Markthalle : Die Bürger reden mit

Die Elmshorner Markthalle ist zwar in vielen Bereichen sanierungsbedürftig, weist aber einen guten Allgemeinzustand auf.
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Die Elmshorner Markthalle ist zwar in vielen Bereichen sanierungsbedürftig, weist aber einen guten Allgemeinzustand auf.

Die Stadt Elmshorn plant für den 10. Januar eine Zukunftswerkstatt mit Besichtigung.

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03. Januar 2018, 15:00 Uhr

Elmshorn | Die Markthalle im Herzen der City, als stadtbildprägendes Kleinod auf dem Buttermarkt – und als Gebäude, das genutzt wird, in dem das Leben wieder pulsiert. Zukunftsvisionen, aber an denen sollen die Elmshorner Bürger an entscheidender Stelle mitreden, ihre eigenen Ideen in die Diskussion einbringen. Unter dem Motto „Altes Haus, neues Leben: Perspektiven für die Markthalle“ lädt die Stadt Elmshorn für Mittwoch, 10. Januar, zur Zukunftswerkstatt und Besichtigung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Bürgermeister Volker Hatje und Stadtrat Dirk Moritz werden vor Ort sein.

Die Bürger haben die Chance, die sanierungsbedürftige Markthalle persönlich in Augenschein zu nehmen, auch im Obergeschoss. Die Fachleute der Stadtverwaltung, ein Architekt und ein Statiker werden die Führung begleiten und Fragen beantworten.


Ideen der Bürger sind gefragt

Ab 18.30 Uhr wird die Veranstaltung dann im Kollegiumssaal des Rathauses fortgesetzt. Ralf Ebert von „STADTart“ wird in seinem Impulsvortrag Beispiele sanierter Markthallen vorstellen. Was geht und was geht auch nicht? Auf den aktuellen baulichen Zustand des um 1920 errichteten Backsteingebäudes der ehemaligen Lederfabrik Strecker wird Uwe Guttenberg von der Helmut Wiemer Ingenieursgesellschaft für Bauwesen eingehen.

Dann schlägt die Stunde der kreativen Köpfe. Die Stadt erhofft sich Anregungen und Ideen, wie die Markthalle revitalisiert werden kann.

Es geht vor allem um die künftige Nutzung des Gebäudes, das außerhalb von den Markttagen kaum noch eine Rolle spielt. Unter anderem probt dort noch eine Elmshorner Theatergruppe, werden Räumlichkeiten als Lagerstätte genutzt. Die Stadt hatte eine Modernisierungs- und Instandsetzungsuntersuchung in Auftrag gegeben. Fazit: Trotz festgestellter Schäden sei von einem guten, erhaltungswürdigen Gesamtzustand auszugehen.

Die Initiative Elmshorn möchte das Carillon-Projekt in dem Gebäude realisieren. Bis zu 50 Glocken sollen in der Markthalle untergebracht werden – wenn die Statik es denn zulässt. Ansonsten wird nach Alternativen gesucht. Zum Problemfall könnte der Denkmalschutz werden. Für Aus- und Anbauten – wie es zuletzt die Grünen vorgeschlagen hatten – sieht die Behörde wenig bis gar keinen Spielraum, was die Nutzungsmöglichkeiten erheblich einschränken könnte.

Der Stadt ist es wichtig, die Elmshorner Bürger an „dieser wichtigen Entscheidung der neuen Nutzung teilhaben zu lassen. Schließlich liegt unsere Markthalle Menschen in der ganzen Region am Herzen“, schreibt Stadtrat Moritz in der Einladung zur Zukunftswerkstatt. „Wir wollen Ihre Ideen, Ihre Vorstellungen und Vorschläge hören, um eine möglichst optimale Lösung für die Zukunft des Hauses zu finden.“

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