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Umgemeindung von Kiebitzreihe : Die Bürger müssen bleiben

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Eine CDU-Mehrheit lehnt den Antrag der Menschen für einen Wechsel nach Sommerland ab. Unterstützung gibt es von der SPD-Fraktion.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2016 | 12:30 Uhr

Kiebitzreihe | Der Antrag der Kiebitzreiher Einwohner an der Straße Siethwende für eine Umgemeindung nach Sommerland ist abgelehnt worden. Mit einer 6:3-Mehrheit stimmten die CDU-Vertreter während der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend gegen den Antrag. Zuvor hatte Bürgermeisterin Frauke Biehl erklärt, dass das Gemeinwohl Kiebitzreihes als Ganzes wichtiger als die Wünsche der Siethwender Einwohner sei. Die Mitglieder der SPD-Fraktion stimmten gegen den Antrag.

„In unserem Gespräch mit den Anliegern der Straße Siethwende Ende Februar konnte ich keine neuen Erkenntnisse finden, die zugunsten des Umgemeindungsantrages sprechen“, so Frauke Biehl. Sie verstehe zwar die emotionale Lage der Antragsteller, begründete ihre Ablehnung aber damit, dass sie als Gemeindevertreterin für ganz Kiebitzreihe sprechen müsse und eine Umgemeindung mit zu großem Verwaltungsaufwand und finanziellem Schaden für die Gemeinde Kiebitzreihe verbunden sei. „Danach ist der Antrag der dortigen Einwohner nicht gerechtfertigt“, sagte Biehl.

Björn-Erik Werner, parteiloses Mitglied der SPD-Fraktion, sah das ganz anders. „Das reale Leben der dortigen Straßenanlieger findet in Siethwende und damit in Sommerland statt. Wir sollten ihnen die Möglichkeit geben, sich dort dann auch entsprechend politisch zu engagieren und wählen zu lassen“, so Werner. Außerdem solle die Verwaltung den Menschen dienen und nicht umgekehrt, war seine Aussage zu Frauke Biehls Anmerkungen zum Verwaltungsaufwand bei einer möglichen Umgemeindung.

„Wir sollten die Gemeindegrenzen so ziehen, dass die der Lebenswirklichkeit entsprechen“, sagte Werner. Diese Ansicht teilten die CDU-Vertreter nicht und sprachen sich geschlossen gegen eine Umgemeindung aus. Ob damit das Thema endgültig vom Tisch ist, muss abgewartet werden. Anwesende Anwohner der Straße Siethwende forderten von Bürgermeisterin Biehl die schriftliche Begründung der Ablehnung und wollen nach deren Prüfung möglicherweise weitere Schritte einleiten, damit ihr Wunsch doch noch Wirklichkeit wird.

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschlossen die Gemeindevertreter die Aufstellungen der 12. Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes 13 für den Bereich südöstlich der Schulstraße und südwestlich der Kirchenstraße. Hier sollen auf einer Fläche von 0,8 Hektar 14 Wohneinheiten geschaffen werden. Da sich das Gelände allerdings noch zum Teil auf Landschaftsschutzgebiet befindet, wird ein Antrag auf Anpassung der Landschaftsschutzgebietsgrenze beim Kreis gestellt. Zum Abschluss der Sitzung überreichte die Bürgermeisterin dem CDU-Vertreter Jens Wagner eine Schachtel Pralinen als kleines Dankeschön für mittlerweile 30-jährige Mitarbeit im Gemeinderat.

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