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Rathausbau in Elmshorn : Die Bürger bestimmen mit

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Am 14. Oktober lädt die Verwaltung zu einer ersten Beteiligungswerkstatt ein. Jeder soll seine Meinung zur zukünftigen Nutzung äußern.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2015 | 16:30 Uhr

Elmshorn | Das neue Rathaus soll nicht nur ein Ort sein, in dem die städtische Verwaltung arbeitet. In diesem Punkt ist sich Stadtrat Dirk Moritz mit Projektleiter Carsten Passig einig. Bei der Frage, wie genau das Rathaus darüber hinaus zukünftig genutzt werden kann, sollen die Elmshorner Bürger ein Wörtchen mitreden.

Deshalb laden Moritz und Passig am Mittwoch, 14. Oktober, um 18 Uhr zu der ersten von insgesamt drei Beteiligungswerkstätten ins Foyer des Rathauses ein. Um diesen Beteiligungsprozess zu begleiten und zu moderieren, haben sie Wulf Dau-Schmidt gewonnen, der als Stadtteilmanager an der Entwicklung von Hainholz mitgearbeitet hatte.

Selbst innerhalb der Politik sind die Vorstellungen darüber, wie das Rathaus künftig aussehen soll, gespalten. „Einige waren beispielsweise der Meinung, das Kollegium müsse repräsentativer gestaltet werden, mit einer Lage ganz weit oben im Gebäude und einem tollen Ausblick“, erzählt Moritz. „Anderen dagegen ist es wichtig, dass sich das Kollegium gerade auf Straßenebene befindet, in Augenhöhe mit den Bürgern und offen für jeden.“

Am 14. Oktober soll es deshalb in kleinen Gruppen Führungen durch das Rathaus geben. Überall im Gebäude verteilt werfen Schilder Leitfragen auf, die von den Bürgern aus Nutzersicht diskutiert werden können. Zum Beispiel, ob das Kollegium weiterhin multifunktional nutzbar sein soll, was sie vom Standort der Toilette im Keller halten oder ob der Bürgermeister-Flur repräsentativer sein sollte.

Die Teilnehmer können die Eigenschaften des Hauses in drei Kategorien unterteilen: Was ist jetzt schon gut und soll mit? Was soll nicht mit? Was fehlt? Im Vordergrund steht bei diesem ersten Treffen also eine Bestandsaufnahme des aktuellen Rathauses. Im nächsten Schritt geht es dann im zweiten Workshop am 9. Dezember darum, wie die Wünsche und Anregungen ins neue Rathaus übernommen werden können.

Das Rathaus als Begegnungsstätte

Denn das neue Rathaus soll den Bürgern nicht nur offen stehen, wenn sie ein bestimmtes Formular oder einen neuen Personalausweis benötigen. Vielmehr wünschen sich die Politiker und Verwaltungsvertreter das Rathaus als Begegnungsstätte, in der Ausstellungen, Treffen und andere Veranstaltungen stattfinden können. „Das hier soll nicht nur ein Verwaltungs-Haus sein, sondern kann auch von anderen Gruppen genutzt werden“, betont Moritz.

Und natürlich können auch Meinungen zu den anderen Bereichen des Carrés abgegeben werden. schließlich wird das neue Rathaus nur rund ein Drittel des viereckigen Gebäudekomplexes einnehmen. Häufig genannte Vorschläge für die anliegenden Räumlichkeiten sind ein gastronomischer Betrieb oder eine Kindertagesstätte. Aber auch neue Ideen werden bei der Beteiligungswerkstatt für die weitere Diskussion mit aufgenommen. Wichtig ist Projektleiter Carsten Passig, dass sich möglichst viele Bürger an dem Gestaltungsprozess beteiligen.

Das Ziel ist es letztlich, für den Architektenwettbewerb ein sogenanntes Auslobungstextbuch zu erstellen, in dem nicht nur bauliche Richtlinien festgelegt sind, sondern auch Vorgaben zur sozialen Nutzung gemacht werden. Deshalb soll es auch noch eine dritte Beteiligungswerkstatt am 11. Februar geben, in der die endgültigen Ergebnisse vorgestellt werden. Die Veranstaltung am 14. Oktober wird voraussichtlich von 18 bis 21.15 Uhr dauern. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt.

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