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Elmshorn : Die abstrusen Abenteuer von Kristian Kokol

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Krefelder Comedian Kristian Kokol überzeugt sein Publikum im Haus 13 seinem abendfüllenden Programm „Kokolores“.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Leicht hatte es Kristian Kokol nicht: Der Krefelder Comedian behauptete sich am Freitag im Elmshorner Haus 13. Mit seinem oftmals derben Humor musste sich der selbsternannte Freak allerdings erst einmal die Gunst seines Publikums erspielen – keine leichte Aufgabe, doch Kokol löste sie, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, souverän.

Mit seinem ersten abendfüllenden Programm „Kokolores“ brachte der Quatschmacher seine abstrusen Abenteuer nach Elmshorn. Da stand er dann, der quirlige, kleine Brillenträger mit den langen, zotteligen Haaren und der gebrochenen Stimme, und erzählte lachend seine grandiosen Geschichten. Mal authentische Anekdoten aus seinem Leben, mal schräge Fantasieprodukte.

Als Charakter überzeugte Kokol dabei allemal: Dass er sich eine Brötchentüte mit Sichtfenster über den Kopf stülpt, um beim Billig-Bäcker Astronaut zu spielen, ist am Ende genauso naheliegend, wie sein Versuch, die fehlenden Ü-Strichelchen einer Buchstabensuppe mit Reiskörnern selbst herzustellen. Abwechslung schafften kleine, raffinierte Wortspielereien – oder, ganz profan, ein Zollstock, der sich auch als Dromedar, Mobiltelefon oder Lenkrad als ziemlich nützlich erweisen kann.

Einen festen Fahrplan hatte Kokol indes nicht mitgebracht: Er ließ den Abend passieren, band sein Publikum immer wieder schlagfertig ein, ging auf der Bühne durchaus auch mal ans Handy, um einen Anruf anzunehmen, und entwickelte seine Gags gern auf die Schnelle. Nicht immer ging das gut – mitunter begab sich Kokol dabei auf ziemlich dünnes Eis – doch spätestens in der zweiten Hälfte hatte er die (vielen!) Lacher dann fest auf seiner Seite.

„Das Wichtigste ist es, auf der Bühne selber Spaß zu haben“, befand der Comedian – und dass er sich in Elmshorn mindestens genauso blendend unterhalten hat, wie sein Publikum, war deutlich zu spüren. Verdient, denn Kokol überzeugte mit seinem kurzweiligen, herrlich abgedrehten Programm. Top!

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