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Elmshorner Nachrichten

16. Dezember 2017 | 04:42 Uhr

"Dialog in Deutsch" bringt Kulturen zusammen

vom

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Elmshorn | Menschen verschiedener Länder, die eine Sprache sprechen, verstehen sich nicht nur verbal viel besser - sie leben Integration. Das ist der Grundgedanke, der hinter einem neuen Angebot der Koordinationsstelle Integration der Stadt Elmshorn, der Stadtbücherei Carl von Ossietzky und der Stadtteilbücherei Hainholz steckt. Das Projekt "Dialog in Deutsch" richtet sich an Erwachsene mit Migrationshintergrund. In Gesprächsgruppen sollen die Teilnehmer ihr Deutsch trainieren und soziale Kontakte knüpfen. Starttermin ist der 15. September.

Vorbild für die Initiative ist das Programm "Dialog in Deutsch" der Hamburger Bücherhallen. In der Hansestadt gibt es mehr als 60 Gesprächsgruppen in den verschiedenen Standorten der Büchereien. Angelika Hoch-Beig, Leiterin der Elmshorner Stadtbücherei und die Elmshorner Integrationsbeauftragte Allegra Tekleab haben eine der Gruppen besucht - und waren begeistert. "In lockerer Atmosphäre haben die Teilnehmer ihre Sprachkenntnisse trainiert und über viele Alltagsthemen gesprochen", sagt Angelika Hoch-Beig. So soll es auch in Elmshorn sein.

"Menschen mit Migrationshintergrund, die sonst wenig Gelegenheit haben Deutsch zu sprechen, bekommen die Chance sich auszutauschen und sich kennenzulernen. Es soll keine Unterrichtssituation entstehen. Spaß und Kommunikation stehen im Fordergrund", sagt Allegra Tekleab.

Zwei Termine in der Woche sind vorgesehen: in der Stadtbücherei und in der Stadtteilbücherei Hainholz (siehe unten). Dort gibt es Räume, in denen die Teilnehmer zwanglos in lockeren Runden zusammensitzen können.

Vorgesehen sind Gruppen mit acht Teilnehmern und jeweils zwei ehrenamtlichen Moderatoren. Diese werden speziell geschult und bekommen als Lohn für ihre Arbeit Jahreskarten für die Stadtbücherei.

Der "Dialog in Deutsch" ist kostenlos und nicht nur für erwachsene Migranten gedacht, die an Integrationskursen teilgenommen haben. "Jeder ist willkommen, wir wollen mit dem Projekt die Menschen an die Sprache heranführen", sagt Stadtrat Volker Hatje.

Noch suchen die Organisatoren ehrenamtliche Moderatoren. Kommt der "Dialog in Deutsch" gut an, sollen weitere Gruppen eingerichtet werden.

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