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Elmshorner Nachrichten

20. Oktober 2017 | 22:22 Uhr

Elmshorn : Der Winter, der bislang keiner war

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Betriebshof stellt sich generell von November bis März auf ein mögliches Wetterchaos ein, bislang gab es aber kaum Einsätze der Streufahrzeuge.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Thomas Kruse rechnet fast das halbe Jahr mit einem Wetterchaos. Bis Ende März muss der Leiter des Elmshorner Betriebshofs auf einen Wintereinbruch vorbereitet sein. „Wir waren schon draußen, das haben sie wahrscheinlich noch gar nicht gemerkt“, sagt er auf Anfrage dieser Zeitung über den Winterdienst in Elmshorn in diesen Tagen.

Auch in diesem Jahr müsse man mit einem späten Wintereinbruch rechnen, so Kruse. „Das zeigen auch die Erfahrungen der vorherigen Winter.“ In den vergangenen Tagen habe der Winterdienst des Elmshorner Betriebshofs nur an einzelnen Stellen, wie etwa auf Brücken und an Schrägen, Salz gestreut. Problemorte: Die Ost-West- und die Adenauerbrücke. Auch wenn es im Rest von Elmshorn nicht nach Eis und Schnee aussieht, könne es dort sehr schnell sehr glatt werden.

Damit dem Betriebshof möglichst nie das Streusalz ausgeht, wurde ein zweites Silo angeschafft. Insgesamt kann er damit 110 Tonnen Salz lagern. „Wird einer leer, bestellen wir immer gleich Neues.“ Seit November habe der Winterdienst zwei Silos Salz verbraucht. Zum Vergleich: Bei Minustemperaturen mit Schneefall reicht die Menge nur eine Woche.

Nicht nur das Material, auch die 60 Mitarbeiter müssen in den Wintermonaten stets verfügbar sein. Vom 15. November bis zum 31. März ist das Personal in Bereitschaft versetzt. Dann herrscht zwar keine pauschale Urlaubssperre, doch in der Regel sollte man verfügbar sein.

Drei Betriebshof-Mitarbeiter, die an unterschiedlichen Orten in Elmshorn wohnen, müssen um drei Uhr morgens aufstehen und die Wetterverhältnisse prüfen. Ist dann der Winterdienst erforderlich müssen die Fahrzeuge spätenstens ab 4 Uhr morgens unterwegs sein. „Sonst wird man vor dem Berufsverkehr nicht fertig.“

Die Mitarbeiter haben in den vergangenen Wochen auch bei den milden Temperaturen genug zu tun gehabt. „Dafür haben die beiden Stürme im November und im Dezember gesorgt“, sagt Kruse. Noch etwa einen Monat seien seine Leute mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt. „Auch deshalb waren wir nach den vergangenen Wintern froh, dass wir mal Ruhe hatten“, so der Betriebshof-Chef. Ein weiterer Grund seien die Kosten für die riesigen Salzmengen. Eine 50-Tonnenlieferung – also nicht mal die Menge Salz, die in ein Silo passt – kostet die Stadt etwa 2500 Euro.

Einen Ansturm auf Frostschutzmittel, Schneeschaufeln, Streusalz und was man noch so alles bei Winterwetter braucht, gab es laut Heiko Bernhard, Geschäftsführer im Obi-Markt Elmshorn, noch nicht. „Im letzten Jahr war zu dieser Zeit schon viel mehr verkauft. Unsere Regale sind jetzt voll.“

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