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Jahreshauptversammlung in Elmshorn : Der Siedlerverein muss sparen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Altersdurchschnitt zu hoch: 1350 Mitglieder müssen Kurskorrektur auf den Weg bringen - Kürzung beim Sterbegeld notwendig

„Ich kann nur jedes Mitglied dazu aufrufen, zur Versammlung zu kommen, denn es geht um die Zukunft des Vereins“, sagt Uwe Reimers. Der Schriftführer des Elmshorner Siedlerverein mahnt im Vorwege der Jahreshauptversammlung zur Besonnenheit. Es stehen nicht nur umfassende Vorstandswahlen an. Aber viel wichtiger ist die neue Beitragsordnung. Eine Kürzung beim Sterbegeld sei zwingend notwendig, um den Verein vor einer möglichen Pleite zu bewahren. Die Jahresbeiträge der Mitglieder könnten parallel sinken.

Uwe Reimers, Schriftführer des Elmshorner Siedlervereins, sieht für die Zukunft des Vereins zwar nicht generell schwarz, aber doch schon ziemlich düster, wenn die Mitglieder der Kurskorrektur nicht zustimmen. Was ist passiert? Der 1946 gegründete Verein hatte in seiner Satzung ein Sterbegeld verankert. Im Todesfall bekommen seitdem die Hinterbliebenen eine finanzielle Hilfe von 800 Euro. Das Konstrukt war allerdings auf Wachstum des Vereins aufgebaut, auf eine gesunde Mischung aus jungen und älteren Menschen.

In der jungen Vergangenheit des Vereins hat sich dieses Verhältnis jedoch grundlegend verändert. Der Altersdurchschnitt ist gestiegen. Immer mehr Mitglieder sterben. Das belastet die Vereinskasse immens. Um eine mögliche Pleite abzuwenden, muss am Sterbegeld gespart werden – auch deshalb, um die vielen Feste des Vereins nicht zu gefährden. Im ersten Schritt seien 500 Euro noch drin, allerdings müsse man auch davon Abstand gewinnen und langfristig mit geringeren Hilfen rechnen. „Wir müssen tragfähig für die Zukunft sein. Das geht aber nicht ohne grundlegende Reformen“, sagt Reimers. Solch ein Votum würde die jährliche Belastung für den Siedlerverein langfristig und nachhaltig deutlich reduzieren.

Der zur Abstimmung anstehende Vorschlag sieht auch vor, dass statt einer jährlichen Familiengebühr von zehn Euro und zusätzlichen Sterbegeldbeiträgen von acht Euro pro Person fortan nur noch zwölf Euro pro Erwachsener sowie sechs Euro pro Kind im Jahr angesetzt werden sollen. „Im Durchschnitt wird es günstiger“, so Reimers. „Der Verzicht auf einen Teil des Sterbegeldes ist zwar ein schwerer Schritt, aber wir müssen eine grundlegende Kurskorrektur auf den Weg bringen“, sagt Reimers weiter. Es gehe um die Zukunft des Vereins.

Neu sind auch weitere Teile der Satzung. Der Vorstand wird nur noch für drei Jahre verpflichtet. Deshalb müssen die Mitglieder heute auch dieses bestätigen und die Vertreter des Vereins neu wählen.

Nachdem ein Nachfolger für den ehemaligen Ersten Vorsitzenden Johannes Konetzny im vergangenen Jahr nicht gefunden wurde, stellt sich Schriftführer Reimers für die kommende Amtsperiode als Siedlerchef zur Verfügung.

Die heutige Versammlung sei die unabdingbare Grundlage für die Zukunft des Vereins, so Reimers.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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