zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

13. Dezember 2017 | 14:20 Uhr

Elmshorn : Der Puppenspieler der Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Früh übt sich: Die Elmshorner gehen neue Wege in der Brandschutzerziehung und schulen bereits Kinder im Vorschulalter.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Feuerwehr ist für Kinder faszinierend: rote Autos und Wasser. Feuerwehr will Kindern aber nicht nur Spaß machen, sondern auch aufklären. Deshalb hat die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn dem Bereich Brandschutzerziehung und -aufklärung ein völlig neues Konzept gegeben. Das hat Brandschutzerzieher Cornel Zöpfgen nun Vertretern der in Elmshorn ansässigen Kindertagesstätten vorgestellt.

Zöpfgen ist einer der sechs hauptamtlichen Gerätewarte, die bei der Stadt Elmshorn angestellt sind und von denen jeder neben den allgemeinen Tätigkeiten ein Spezialgebiet hat. Dafür hatte die Politik zum Sommer vergangenen Jahres drei zusätzliche Stellen bewilligt.

Für den gebürtigen Baden-Württemberger ist es der Unterricht mit den Kleinen. „Ehrenamtlich war das nicht mehr zu schaffen“, sagte er. Vor allem wolle man mehr erreichen, als den Kindern bei der Besichtigung einer der beiden Elmshorner Feuerwachen nur einen vergnüglichen Tag zu bereiten.

Spaß machen solle die Brandschutzerziehung natürlich weiterhin, betont Zöpfgen. Und die Feuerwehr werde auch weiterhin ihre Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände zeigen. Das ist aber nur der erste, vergleichsweise kurze Part in dem von Zöpfgen entwickelten Konzept der Brandschutzerziehung. Der zweite Teil ist eine 90-minütige Schulung, die in erster Linie für Mädchen und Jungen im Vorschulalter gedacht ist. „Wir zeigen ihnen dann den Unterschied zwischen bösem Feuer und gutem Feuer“, so Zöpfgen. Richtiges Verhalten im Brandfall und Absetzen des Notrufs sind weitere Aspekte. Als Helfer hat der 24-Jährige dann Ricky Retter dabei. Die Handpuppe, bekleidet mit Schutzjacke und Helm, hat das Elmshorner Kindergeschäft Milason am Alten Markt der Feuerwehr gespendet. Ricky Retter nimmt unter anderem die Notrufe entgegen. „Das hat sich bei vielen anderen Feuerwehren positiv bewährt“, so Zöpfgen.

Für die nun verstärkt in den Fokus gerückte Brandschutzerziehung hat die Wehr in der Wache Süd an der Hamburger Straße einen richtigen Schulungsraum mit Modellen von Feuerwehrlöschern, Fotos aus dem Einsatzgeschehen und der Notrufstation eingerichtet. Herzstück ist ein im Juni neu beschafftes Rauchhaus, das über die Beiträge der fördernden Mitglieder finanziert wurde. „Hier können wir den Kindern altersgerecht zeigen, wie sich Rauch in einem Haus ausbreitet“, erläutert Zöpfgen, für den das Vorgespräch mit den Erziehern ebenfalls ganz wichtig ist. „Ich gebe denen dann auch Material an die Hand, damit sie sich zusammen mit den Kindern vorbereiten können.“

Die ersten Erfahrungen sind nach Zöpfgens Meinung durchweg gut. Seit Februar gab es bereits 17 Veranstaltungen mit 314 Kindern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen