zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 08:19 Uhr

Elmshorn : Der neue KGSE-Chef ist angekommen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Pädagoge Andreas Weßling kann bereits auf jahrelange Erfahrungen als Führungskraft im Schulbetrieb zurückblicken. Er ist Nachfolger von Hildegard Lüder.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Was passiert, wenn man in den Ferien die Telefonnummer der Erich Kästner Gemeinschaftsschule anwählt? Nein, kein Dauerklingeln ist zu hören, wie so mancher nun vermuten könnte – sondern man hat umgehend Schulleiter Andreas Weßling persönlich an der Strippe. „In den Ferien kann ich gut Organisatorisches regeln, Bürokram erledigen und aufräumen“, erklärt er seine Anwesenheit.

Der 53-Jährige ist seit August 2014 Nachfolger von Hildegard Lüder und Chef der größten Elmshorner Schule. Rund 1390 Schüler sowie 120 Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter, Sekretärinnen und Hausmeister verwandeln den Neubau an Werktagen in eine gut funktionierende Bildungseinrichtung, die einem eifrig summenden Bienenstock nicht unähnlich ist. Andreas Weßling ist Ansprechpartner für alle, denn er kam durch seine vorhergehende Tätigkeit als stellvertretender Schulleiter an der Willy-Brandt-Gemeinschaftsschule in Norderstedt gut vorbereitet in seine neue Position. Egal, ob es um stimmige Schulkonzepte geht, betriebsinterne Standards, Themen wie Inklusion, Schulbegleitung oder andere „Baustellen“ (durchaus doppelsinnig gemeint) – Weßling muss in allen Bereichen inhaltlich auf dem Laufenden sein, mit Trägern verschiedener Maßnahmen Gespräche führen, vermitteln und Entscheidungen treffen. Es gilt Stoffverteilungspläne in den Fachschaften abzustimmen, rechtssichere Schulaufnahmeverfahren zu entwickeln oder neue Gesetze zu studieren.

„Schule ist ein Abbild der Gesellschaft und als Schulleiter habe ich an vielen Schrauben zu drehen“, meint Andreas Weßling. Man merkt, er fühlt sich wohl und ist an seiner neuen Wirkungsstätte „angekommen“. Er nickt bestätigend. „Ich finde es toll, mit vielen Menschen zu reden und Dinge anzuschieben.“ Zurückblicken und nach Schuldigen suchen sei nicht sein Ding. „Mein Ziel ist es, dass möglichst alle Leute zufrieden sind und ein optimales Ergebnis erzielen.“

Sein Abitur absolvierte der angehende Lehrer für Biologie und evangelische Religion am Lübecker Johanneum, sein Studium in Kiel. Nach dem Referendariat in Schleswig arbeitete er mit einer halben Stelle am IPN (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik) in Kiel als wissenschaftlicher Begleiter eines durch die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungförderung unterstützten Modellversuch, in dem es um die Einrichtung eines Umweltzentrums ging. 1994 wechselte er an die Gemeinschaftsschule in Norderstedt, wurde im Laufe der Jahre zunächst Oberstufenleiter und dann stellvertretender Schulleiter. Später übernahm er Schulleitungsaufgaben, da sein Vorgesetzter erkrankte und verstarb. 13 Jahre betreute er eine Schulpartnerschaft mit St. Petersburg und initiierte das Schulradio „Radio Norderstedt“, das beim Sender Tide 96.0 live gesendet wird.

„Ich kann gut organisieren und in Zusammenhängen und Kategorien denken“, beschreibt sich Andreas Weßling. Er mag intelligente Witze und versucht, sich selten aufzuregen – „und das klappt zunehmend besser“, schmunzelt er. Ausgleich zu dieser vielseitigen aber anstrengenden Arbeit findet Weßling im privaten. Seit seiner Jugend tanzt der Vater zweier erwachsener Kinder gern. Mit seiner Frau lebt er in Henstedt-Ulzburg, ist in einem Tanzkreis aktiv, hält sich gern im Freien auf und liest Philosophiebücher.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen