Kirchenzentrum Elmshorn : Der Neubau wird teurer

Die Synode tagte am Wochenende in Brande-Hörnerkirchen.
Die Synode tagte am Wochenende in Brande-Hörnerkirchen.

Der Baubeginn in Elmshorn soll ab 2015 stattfinden. Die Synode schafft eine neue Pfarrstelle für Flüchtlingsarbeit.

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01. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Elmshorn | Im kommenden Jahr soll der Bau des neuen Kirchlichen Zentrums an der Elmshorner Kirchenstraße 1-3 beginnen. Zunächst waren 6,9 Millionen Euro für das Projekt kalkuliert. Doch das genügt nicht. Während der Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf in Brande-Hörnerkirchen am Sonnabend hat Projektleiter Sven Vierenklee die Mitglieder über den aktuellen Stand informiert. Voraussichtlich kostet der Gebäudekomplex jetzt 7,36 Millionen Euro.

Gefährdet ist die Maßnahme trotzdem nicht. Da die  Preissteigerungen durch einen älteren Beschluss abgedeckt ist, musste die Synode das Geld nicht freigeben.   

Bereits 2016 soll das neue Zentrum stehen. Auf 4000 Quadratmetern (vier Stockwerke) sind Büros für kirchliche Dienstleistungen, ein Treffpunkt und 23 Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen sowie einige Gewerbeflächen vorgesehen.

Die Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf hat am Wochenende auch eine neue Stelle für Flüchtlingsarbeit geschaffen. Die Projektpfarrstelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet und wird vom Kirchenkreis bezahlt. Die neue Pfarrstelle soll unter anderem Anlaufstelle für Fragen zu Flüchtlings- und Asylfragen für die 38 Gemeinden des Kirchenkreises sein.

Christiane Melchiors, stellvertretende Pröpstin, betonte die Bedeutung der Flüchtlingsarbeit. „Es ist eine originäre Aufgabe von Kirche, denen beizustehen und Schutz zu bieten, die in Not sind“, sagt Melchiors. „Wir sehen die Bilder der Flüchtlingsströme seit Monaten. Die Geschichten hinter den Zahlen verschwinden oft. Bis sie auf einmal nahe an uns herankommen.“

Zahlreiche Kirchengemeinden engagieren sich derzeit in der Flüchtlingsarbeit. Mit der neuen Stelle bekommen sie einen Ansprechpartner im Kirchenkreis. Bereits jetzt gibt es wöchentlich ein bis drei Anfragen. Sie betreffen Unterbringung, Sprachkurse, finanzielle und personelle Begleitung, Ehrenamtlichenschulung und Kirchenasyl. Der Kirchenkreis wird die neue Stelle zügig ausschreiben und rechnet mit einer Besetzung bis zum Frühjahr. Bis dahin ist Thorsten Pachnicke, Pastor für Mission, Ökumene und Partnerschaft, weiter Ansprechpartner.

Gemeinden sollen sich von Gebäuden trennen

Die Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf hat beschlossen, den Gemeinde die Möglichkeit zu geben, bis zu 40.000 Euro vom Kirchenkreis zu bekommen. Voraussetzung: Sie müssen sich von Gebäuden trennen. Die Synodalen legten einen vom Bauausschuss vorgeschlagenen Strukturanpassungsfonds auf. Der Fonds hat ein Volumen von 250.000 Euro und wird vom Kirchenkreis finanziert.   

Mitbeschlossen wurde während der Sitzung in Brande-Hörnerkirchen ein Kriterienkatalog als Grundlage für die Bewilligung von Zuschüssen. Danach können Kirchengemeinden, die zum Beispiel ein Gemeindehaus verkaufen, Zuschüsse für die Integration von Gemeinderäumen in die Kirche oder in andere Gebäude bekommen. Geld kann dabei sowohl für die Baumaßnahme selbst als auch für Planungen (Architektenhonorar) fließen. Die Kirchengemeinde verpflichtet sich ein Raumkonzept vorzulegen.

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