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Elmshorner Nachrichten

17. August 2017 | 16:29 Uhr

Der Künstler und die "Linien-Treue"

vom

Elmshorn | "Sein wichtigstes Gestaltungsmittel war die Linie. Eglau sah die Linie als Element, das uns Raum und Fläche in Muster auflöst, in denen wir zeitlebens Sicherheit suchen." Das schrieb der Schrifsteller Günter Radtke über die Bilder von Otto Eglau (1917-1988). Von dessen "Linien-Treue" können sich Kunstfreunde noch bis zum 1. September im Torhaus überzeugen, wo der Kunstverein derzeit eine sehr sehenswerte, von Sohn Johannes Eglau (Berlin) inszenierte Bilderschau mit unterschiedlichsten Arbeiten Eglaus präsentiert. Sie wird ergänzt durch Grafiken seiner ebenfalls künstlerisch tätigen Ehefrau Johanna Eglau (1932-1996).

Die Eglaus waren Berliner, hatten aber auch ein Faible für den deutschen Norden, genauer: die Insel Sylt. In der alten Dorfstraße in Kampen erwarben sie nach dem Krieg eines der typischen Reetdachhäuser, das seit Mitte der 1970er-Jahre als Wohnhaus, Atelier und Galerie diente.

Von dieser Zeit berichtete am Sonntag während der Ausstellungseröffnung in ihrer Einführung in die Ausstellung die Elmshorner Sängerin Anna Haentjens, die seit Ende der 1980er-Jahre eng mit der Familie Eglau verbunden ist. In bewegenden Worten schlug die Elmshorner Kulturpreisträgerin einen Bogen von der Krückau an die Nordsee.

Den Schwerpunkt der Torhaus-Ausstellung bilden die Arbeiten Otto Eglaus, der sich unterschiedlichster Techniken bediente, wenn er sich seinem Lieblingsmotiv, dem Wattenmeer vor Sylt künstlerisch näherte. Immer wieder zog es ihn hinaus an die Küste, wo er den grafischen Strukturen dieser einmaligen Landschaft nachspürte und sie form- und farbsicher erfasste. Die neue Ausstellung beim Kunstverein Elmshorn im Torhaus Probstendamm (1. Stock) ist noch bis zum 1. September Montag bis Freitag von 10-12 Uhr und 16-18 Uhr, Sonnabend und Sonntag 11-13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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erstellt am 14.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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