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Hohenfelde : Der Kampf gegen das Jakobskreuzkraut

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Gift des Krauts lagert sich in der Leber ein. Mit der Aktion sollen Vergiftungen von Pferden und Kühen verhindert werden.

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2015 | 16:00 Uhr

Hohenfelde | „Besser ausstechen als abwarten“ – das war das Motto der Aktion einiger Hohenfelder Bürger gegen das Jakobskreuzkraut. Seit einigen Jahren breitet sich insbesondere auf extensiv genutzten Flächen und an Straßenrändern das Jakobskreuzkraut stärker aus.

„Es ist eine seit alters her bekannte Pflanze, die bei uns heimisch ist und dennoch Gefahren birgt. Jakobskreuzkraut ist toxisch und lagert sich in der Leber ein. Das Gift baut sich biologisch nicht ab und kann ab einer gewissen Konzentration im Körper sogar tödlich wirken“, erklärte Bürgermeisterin Marion Gaudlitz.

Der Korbblütler blüht zwischen Juli und September in leuchtendem Gelb. Um möglichen Vergiftungsgefahren für Pferde, Kühe und einer Belastung für Honig entgegenzuwirken, wird in Hohenfelde regelmäßig zur Blütezeit selbst Hand angelegt. Die Pflanzen werden ausgestochen und fachgerecht entsorgt.

„Wir haben uns im Bauausschuss darüber mehrfach unterhalten, zuletzt über die ellenlangen Ratschläge des Landes zur Bekämpfung der Pflanze. Nur bringen uns hier die theoretischen Grundlagen nicht weiter und wir haben uns entschlossen, dass wir wie im Vorjahr nicht darauf warten, dass der Landesbetrieb unsere Randstreifen irgendwann mal mäht, sondern dass wir selbst spätestens mit der Blüte die Pflanzen ausstechen“, so Bauausschussvorsitzender Reimer Nöhrnberg.

Vielleicht entfalle dadurch zwar ein Anreiz für das Land, die Straßenränder angemessen zu pflegen, aber es werde verhindert, dass sich das Jakobskreuzkraut bis auf Felder oder die extensivierten Flächen ausbreite.

Und so wurde auf dem kurzen Dienstweg per Telefon besprochen, wann ausgestochen wird. „In diesem Jahr hat sich eine Pferdehalterin gemeldet und uns darauf hingewiesen, dass die Blüte begonnen hat und gestochen werden sollte“, berichtete Gaudlitz.

Dann haben Carsten Röpcke, Karsten Zeiner, Reimer Nöhrnberg gemeinsam mit unserem Gemeindearbeiter und mir halt wieder die Spaten und Handschuhe herausgeholt und los ging es“, berichtet Marion Gaudlitz.

„Ich glaube schon, dass wir hier ein gutes Stück dazu beitragen, dass sich das Kraut vor Ort nicht weiter ausbreitet. Hatten wir im letzten Jahr gut einen Kubikmeter Jakobskreuzkraut entlang der L 112 ausgegraben, so war es in diesem Jahr nur gut die Hälfte. Schließlich ist das Ausstechen auch die wirkungsvollste Methode, um dem Jakobskreuzkraut entgegenzuwirken“, erläuterte die Bürgermeisterin.

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