Elmshorn : Der Herr der kirchlichen Großbaustelle

Er muss alles im Blick haben: Lars Alpen, Bauleiter auf der Baustelle an der Kirchenstraße.
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Er muss alles im Blick haben: Lars Alpen, Bauleiter auf der Baustelle an der Kirchenstraße.

Lars Alpen leitet den Bau des Kirchlichen Zentrums. In der Kirchenstraße wird eines der aktuell größten Projekte in Elmshorn realisiert.

shz.de von
23. Juli 2015, 14:30 Uhr

Elmshorn | Wenn etwas gebaut wird, sieht man meistens nur die Bauarbeiter auf der Baustelle oder liest in der Zeitung von den großen Plänen der Auftraggeber. Doch, was genau vor Ort passiert, darin haben nur die Wenigsten Einblick. Lars Alpen ist einer von ihnen. Er arbeitet bei GRS Reimer Architekten und ist Bauleiter eines der größten Projekte derzeit in Elmshorn. Alpen hat das Sagen in der Kirchenstraße – dort, wo das neue Kirchliche Zentrum des Kirchenkreises Rantzau Münsterdorf entsteht.

„Ich bin das Bindeglied zwischen Planung und Ausführung“, sagt Alpen. Als Bauleiter ist es sein Job, den Ablauf des Baus zu organisieren. Auf der Baustelle arbeiten zurzeit etwa 15 Menschen. Das ändert sich allerdings je nach Bauabschnitt und es werden noch mehr. Alpen plant die verschiedenen Bauabschnitte und sorgt dafür, dass alles so gebaut wird, wie es in den Plänen steht. Alpen ist dafür zuständig, dass der Baustoff zum richtigen Zeitpunkt auf der Baustelle eintrifft und gleich verbaut werden kann. Außerdem prüft er die Qualität der Materialien und achtet gleichzeitig darauf, dass die Kosten nicht den Rahmen sprengen. Am Ende der Bauarbeiten nimmt er dann das Bauwerk ab und übergibt es dem Bauherrn.

Lars Alpen ist Diplom-Ingenieur. Seine Berufswahl hat für ihn einen einfachen Grund: das Interesse am Bauen. „Es ist interessant, das Bindeglied zu sein und direkt Baustellenluft zu schnuppern“, sagt er. Außerdem schafft er jedes Mal ein Unikat – er baut nie zwei Mal dasselbe, das bringt Abwechslung. „Außerdem ist es schön, dass man im Team arbeitet.“

Besonders die Baustelle an der Kirchenstraße ist für Alpen „eine spannende Aufgabe, auch wegen der Größenordnung“. Am Anfang gab es eine technische Verzögerung wegen Schadstoffen im Boden – „nichts Gefährliches, aber es muss besonders entsorgt werden.“ Eine weitere Herausforderung an der Kirchenstraße ist die enge Bebauung der Umgebung: Die Marktpassage, Wohnhäuser und Leitungen der Telekom liegen unmittelbar an der Grundstücksgrenze.

Im Februar wurde mit den Abbrucharbeiten begonnen. Die Bauarbeiten starteten Anfang Juni. Dazwischen lagen noch die Erdarbeiten und die Einrichtung der Baugrube. Die offizielle Grundsteinlegung war am 25. Juni. Im Sommer 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann steht in der Kirchenstraße 1-3 ein viergeschossiger Neubau. Darin entstehen nicht nur Räume für den Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. Auch 23 geförderte Wohnungen werden gebaut. Das Kirchliche Zentrum solle ein Ort mit einem breiten sozialen und kulturellem Angebot mitten in Elmshorn werden, sagt Propst Thomas Bergemann. Insgesamt kostet das Vorhaben 7,4 Millionen Euro. Etwa eine Million davon hat die Kirche für das Bauvorhaben zurückgelegt. Die restlichen 6,4 Millionen Euro werden über Darlehen und Mieten finanziert.

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