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Elmshorn : Der Erzbischof von Hamburg macht seinen Antrittsbesuch

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bei seinem Antrittsbesuch feierte Erzbischof Stefan Heße mit den Krückaustädtern die Messe und stand Besuchern Rede und Antwort.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 12:30 Uhr

Elmshorn | Der Erzbischof von Hamburg, seit Mitte März im Amt, machte seinen Antrittsbesuch in Elmshorn und feierte mit etwa 180 Besuchern die Heilige Messe. Am Ende des Gottesdienstes bekam Stefan Heße von Horst Victor Rothmar (Mitte) eine hölzerne Statue geschenkt, die die heilige Barbara darstellt. Die Antiquität wurde um das Jahr 1800 geschaffen. Links im Bild Stefan Langer, Pfarrer in St. Marien, der sich mit Erzbischof Heße über die freundliche Spende freute.

Alle standen auf, als durch den Mittelgang eine Prozession von mehr als einem Dutzend Geistlicher mit Helfern in weiß zum Altarraum zog; fast am Ende der Reihe der Würdenträger ging ein Mann mit Mitra auf dem Kopf, Krummstab in der linken Hand und großem Kreuz an einer Kette um den Hals. Er segnete die Besucher links und rechts und lächelte aus seinem Dreitagebart: Stefan Heße, promovierter katholischer Theologe und seit Mitte März Erzbischof von Hamburg. Der hohe Geistliche will sein Bistum kennen lernen, und in Elmshorn fing er damit am Wochenende an.

Am Freitagabend feierte er die Messe, anschließend lud die Gemeinde St. Marien zum Empfang ins benachbarte Gemeindezentrum. Beim Bad in der Menge, mit einem Sektglas in der Hand, blühte der gebürtige Kölner sichtlich auf: Für jeden Besucher hatte er ein offenes Ohr und einen kurzen Schnack, scherzte mit Kindern und legte seine Hand auf Arme und Schultern. „Da kommt der Rheinländer durch“, meinte Stefan Langer, als Elmshorner Pfarrer für 24 Stunden Gastgeber des Bischofs.

Bischof besucht Bahnhofsmission

Vormittags hatte Heße in Itzehoe das Familienzentrum besucht. In Itzehoe sitzt das Dekanat, zu dem auch Elmshorn gehört. In die Stadt an der Krückau kam der Bischof nachmittags und guckte sich als erste Station die Bahnhofsmission an, die von katholischer und evangelischer Kirche gemeinsam betrieben wird. Anschließend predigte der Erzbischof in St. Marien und ermahnte seine Zuhörer, sich nicht dem Frust zu ergeben, sondern Jesus eine Chance zu geben, „dass er die Netze voll macht“.

Nach Empfang und Abendessen im Gemeindezentrum übernachtete Stefan Heße in Elmshorn, dann kümmerte er sich um die jungen Katholiken: Am Sonnabend absolvierten 28 Kinder die Generalprobe für ihre Erstkommunion mit dem Bischof. Anschließend ging es zum Spaziergang durch die Stadt, bevor ein Mittagessen den Abschluss des Besuchs bildete.

Als „locker, sympathisch, spontan, den Menschen zugewandt“, charakterisierte Pfarrer Langer seinen Chef. Dieser nahm ein gewichtiges Andenken mit nach Hamburg: Horst Victor Rothmar schenkte Heße eine hölzerne Statue, die die heilige Barbara darstellt.

„Sie hat Porzellanaugen, das ist wichtig“, betonte Rothmar bei der Übergabe am Ende des Gottesdienstes. Die Antiquität wurde um 1800 geschaffen, erklärte er, er habe sie in einem Kloster bei Wien in der Sakristei gefunden. Diese Herkunft trug dem Elmshorner vom Erzbischof eine Charakterisierung als „ehrlicher Spitzbube“ ein.

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