zur Navigation springen

Elmshorn : Der Bahnhof wird jetzt per Video überwacht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nach vielen Anläufen ist es soweit. Insgesamt sechs Kameras sind im Einsatz.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Es war alles andere als ein Ruhmesblatt für die Stadt: Immer wieder verzögerte sich die geplante Videoüberwachung am Bahnhof und am Holstenplatz. Doch nun hat es geklappt. Seit einigen Tagen ist die Anlage in Betrieb. „Die Anlage läuft“, sagt Matina Sözen vom Amt für Bürgerbelange in Elmshorn erleichtert. Mit sechs Kameras wird nun das Geschehen rund um den Bahnhof festgehalten.

Mit dieser Videoüberwachung ist Elmshorn Vorreiter im Kreis Pinneberg. Denn eine vergleichbare Anlage gibt es hier bislang nicht. Der Grund für diesen Schritt: Pöbeleien, aggressives Betteln und Schlägereien hatten immer wieder zu Polizeieinsätzen geführt. Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Michael von Abercron hatte sogar von einem „Angst-Raum Unterführung“ gesprochen. Bis auf die Grünen waren deshalb auch alle Rathausfraktionen dafür, per Videoüberwachung für mehr Sicherheit zu sorgen. Rund 40 000 Euro machten die Politiker dafür locker.

Eigentlich sollte die Anlage bereits seit Dezember des vergangenen Jahres im Einsatz sein! Doch technische Probleme verzögerten den Betrieb immer wieder. Die Probleme sind nun offensichtlich überwunden.

Die Monitore für die Videoüberwachung sind bei der Elmshorner Polizei in der Moltkestraße aufgebaut. Dort werden die Bilder allerdings aus Datenschutzgründen verpixelt dargestellt. Aufgrund gespeicherter Daten kann die Anlage jedoch so genannte Alarmsituationen melden. „Wenn sich am Bahnhof etwas tut, fahren wir hin“, sagt Hartwig Ridder, stellvertretender Leiter des Polizeireviers Elmshorn.

Stadt und Polizei wissen zwar, dass mit dem Einsatz der Kameras nicht alle Straftaten verhindert werden können. Sie erhoffen sich aber eine abschreckende Wirkung. Zudem gebe es anhand der Videoaufzeichnungen bessere Möglichkeiten, Straftaten aufzuklären und die Täter dingfest zu machen. Derzeit müssen die Beamten zur Auswertung der Aufzeichnungen noch Mitarbeiter der Firma, die die Anlage installiert haben, einschalten. Doch das soll bald nicht mehr nötig sein. Nach dem Hafenfest werde weiter geschult, so Ridder.

Sechs Kameras sind seit einigen Tagen im Einsatz: Vier im Fußgängertunnel zwischen Königstraße und Mühlenstraße, zwei am Holstenplatz. Bereits die Einrichtung einer Anlaufstelle der Bundespolizei hatte zur Beruhigung der Situation am Bahnhof und am Holstenplatz geführt.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen