Steindamm-Steg in Elmshorn : Der Abriss ist gestartet

Mitarbeiter der Seeth-Ekholter Firma Sahlmann sind seit dieser Woche damit beschäftigt, den schrittweisen Abriss der Steganlage bei der „Auszeit am See“ vorzunehmen.
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Mitarbeiter der Seeth-Ekholter Firma Sahlmann sind seit dieser Woche damit beschäftigt, den schrittweisen Abriss der Steganlage bei der „Auszeit am See“ vorzunehmen.

Ein Stück hölzerne Stadtgeschichte verschwindet: Rückbau der morschen Anlage im Steindammpark hat begonnen.

shz.de von
08. Juli 2015, 16:30 Uhr

Elmshorn | Rund ein Vierteljahrhundert lang lud die breiträumig angelegte hölzerne Steganlage im Elmshorner Steindammpark die Menschen aus der Region zum entspannten Verweilen und vielfach auch zu diversen Aktivitäten am und auf dem dortigen See ein. Im Juni 2015 wurde das komplexe Bauwerk, das sich zu einem großen Teil auch unmittelbar vor der Terrasse des wesentlich später gebauten Restaurants „Auszeit am See“ befindet, für den Publikumsverkehr komplett gesperrt. Der Grund: Der Zahn der Zeit hatte unbarmherzig an der Konstruktion genagt und vielfach vor allem an den nicht sichtbaren Stützpfeilern große sicherheitsrelevante Schäden verursacht. Der zuständige Ausschuss für kommunale Dienstleister entschied sich für den Abriss des Stegs, da eine Sanierung zu kostenintensiv sein würde. Mitarbeiter der Seeth-Ekholter Firma Ernst Sahlmann & Sohn haben jetzt mit dem Rückbau der Steganlage begonnen.

Die Aufgabe erwies sich schwieriger als angenommen. „Die Schrauben, mit denen die Bretter befestigt sind, lassen sich zu einem großen Teil nicht mehr lösen. Sie sind stark verrostet, und das Holz an entsprechenden Stellen verrottet. Deshalb müssen wir vielfach Brett für Brett mit der Brechstange lockern und auch die Motorsäge einsetzen“, erläutert der Senior des Unternehmens, Ernst Sahlmann, im Gespräch mit dieser Zeitung. Letztere wird allerdings „so wenig wie nur möglich“ eingesetzt – aus Rücksichtnahme. „Wir arbeiten hier direkt unter der Terrasse des Restaurants, das derzeit wegen des Sommerwetters tagsüber sehr gut besucht ist. Da wollen wir natürlich möglichst wenig stören“, so Sahlmann.

Außerdem sei der Einsatz der Motorsäge am Ufer und teilweise direkt über der Wasseroberfläche des Sees auch in anderer Hinsicht nicht ganz unproblematisch. „Es kann durchaus vorkommen, dass Betriebsstoffe der Säge auf die Wasseroberfläche gelangen. Aus diesem Grund wurde der gesamte Arbeitsbereich mit einer schwimmenden Ölsperre durch die Feuerwehr gesichert“, erklärt Sahlmann, der hofft, bis Ende der Woche mit dem Abriss und der Entsorgung des Abbruchmaterials fertig zu sein.

Wie es in Zukunft an dieser Stelle des Steindammparks aussehen wird, ist derzeit noch völlig ungewiss. Nicht zur Diskussion steht eine Wiederherstellung des Stegs in ähnlicher Form. Die Politik hat bereits klar gemacht, dass dies viel zu teuer sei. Denkbar wären eine kleine Schwimmsteglösung oder eine feste, in den See hineinragende Plattform – aber auch eine schlichte Liegewiese am Ufer. Die Beratungen dazu sind in der Politik noch nicht abgeschlossen.

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