Demokratische Entscheidung, aber nicht besonders schlau

shz.de von
30. März 2017, 10:16 Uhr

Dass Valerie Wilms die Brocken hinwirft, ist nachvollziehbar. Schließlich haben ihre „Parteifreunde“ ihr übel von hinten in die Beine gegrätscht. Denn mit der Verweigerung eines aussichtsreichen Listenplatzes wurde beim Landesparteitag de facto die Bundestagskarriere der Wedelerin beendet.

Und das ist eine Zäsur. Denn nicht nur Wilms hat acht Jahre gut und erfolgreich den Kreis Pinneberg im Bundestag repräsentiert. Zuvor hatte das seit 2002 Rainder Steenblock gemacht. Damit ist im Oktober nun Schluss: Der bevölkerungsreichste Landkreis Schleswig-Holsteins, in dem die Ökopartei traditionell stark ist, wird künftig nicht mehr von einem Grünen im Bundestag vertreten sein. Das hat der Landesparteitag der Grünen in demokratischer Abstimmung so entschieden. Dennoch: Es gibt eindeutig schlauere Entscheidungen, wenn man in der Metropolregion ein gutes Wahlergebnis einfahren möchte.

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