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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 21:02 Uhr

Elmshorn : Debatte um das neue Pumpwerk

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Haus der Technik: Politiker beraten über Gestaltung und Nutzung des Neubaus. Bürgerinformation für den 3. März geplant.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Der Bau des neuen Pumpwerks in der Elmshorner Innenstadt wirft noch viele Fragen auf. Dabei ist Eile geboten: Die Anlage für die Schmutz- und Regenwasserbeseitigung aus dem Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen sowie großen Teilen des südlichen Stadtgebietes ist vielen anderen Projekten zwingend vorgeschaltet.

So kann zum Beispiel das Elmshorner Wohnungsbauunternehmen Semmelhaack nur mit einem Kanalanschluss seine Um- und Neubaupläne auf dem Areal des ehemaligen Kibek-Hochhauses realisieren. Und auch der vorgesehene Rathausneubau einschließlich der Verlegung der Schauenburgerstraße ist mit der Einrichtung des neuen, wahrscheinlich gut 4,6 Millionen Euro teuren Pumpenhauses verbunden.

Einiges steht bereits fest: Als kombiniertes Abwasserpump- und Regenwasserschöpfwerk soll die Station der Stadtentwässerung als Ersatz für das alte Pumphaus neben der Parkpalette auf dem Südufer entstehen. Das Gebäude soll an der Straße Vormstegen, direkt im Anschluss an die vorhandene Bebauung der Westseite, also neben dem Schuhgeschäft entstehen. Es ist nach Norden hin – also in Richtung Hafen – ausgerichtet. Es sollen in dem neuen Haus neben den Pumpen auch Einrichtungen der Stadtwerke sowie die Notstromversorgung für die Pumpen und auch für das neue Rathaus aufgenommen werden. Das Rathaus entsteht gegenüber der Ostfassade des Pumpwerks und soll mit dem als „Haus der Technik“ bezeichneten Baukörper möglichst eine Flucht bilden. Beide Gebäude sollen den freien Raum aus Buttermarkt und Hafenufer im Süden begrenzen.

Für die technischen Einrichtungen sind ein gut acht Meter tiefer Keller sowie das gesamte Erdgeschoss notwendig. Es soll möglichst gegen die Gefahren einer Sturmflut gesichert werden. Das bedeutet, dass Fenster und Türen mit entsprechenden Einrichtungen eingebaut werden müssten.

Ein flaches eingeschossiges Ensemble würde für die technischen Einrichtungen also reichen, doch der in dem Stadtquartier gültige Rahmenplan sieht an der Stelle ein dreigeschossiges Gebäude vor. Das soll auch entstehen. Die beiden wichtigsten unbeantworteten Fragen lauten aber: Wie sollen die beiden Obergeschosse genutzt werden und wie soll das Haus an einer später sehr exponierten Stelle letztlich aussehen?

Elmshorns Politiker wie auch die Verwaltung möchten die technischen Anlagen wie Pumpen, Trafos oder auch das Notstromaggregat durch Fenster für die Passanten sichtbar machen. Zudem sollen die oberen Stockwerke entsprechend ihrer exponierten Lage nicht als Archivräume oder Ähnliches genutzt, sondern lieber mit Leben gefüllt werden.

Angesichts der Etagen mit weitem Blick sagte Andreas Hahn (CDU) als Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses: „Das ist ein hervorragender Platz mit guter Aussicht und ein Trumpf, den wir nicht aus der Hand geben sollten.“ Aber auch er sieht bei den Entscheidungen „eine ganz schwierige Gemengelage“.

Die Fragen sollen jetzt in den Fraktionen erörtert werden. Dann soll es am 3. März eine gemeinsame Sitzung der zuständigen Ausschüsse von Stadtentwicklung (Gestaltung), Kommunale Dienstleister (Technik) und Rathaus (Nutzung) geben. Für diesen Tag ist auch eine Bürgerinformation vorgesehen. Ein weiteres Problem: Der eigentlich geplante Baubeginn im Sommer wird wohl nicht mehr zu halten sein.
 

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