Dauerbaustelle Jugendhaus

 Ein Feuer zerstörte im August 2017 Teile des Jugendhauses im Krückaupark. Die Sanierungsarbeiten sind noch immer in vollem Gange.
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Ein Feuer zerstörte im August 2017 Teile des Jugendhauses im Krückaupark. Die Sanierungsarbeiten sind noch immer in vollem Gange.

Eröffnung ist jetzt für Ende Juli geplant / Feuerschäden schwerwiegender als zunächst gedacht

shz.de von
09. Juni 2018, 17:49 Uhr

Freitagmorgen, 9.35 Uhr. Die Sonne brennt schon unbarmherzig vom wolkenlosen Himmel. Die Handwerker malochen trotzdem – im Gebäude und draußen, notfalls auch mit freiem Oberkörper. Das Kinder- und Jugendhaus im Krückaupark ist immer noch eine Großbaustelle. Dabei sollte die Einrichtung nach dem verheerenden Brand im August 2017 eigentlich schon längst wieder geöffnet haben. Zum 40. Geburtstag im März sollte alles fertig sein. So der erste, sehr optimistische Plan. Der Wunschtermin war nicht zu halten. „Das Jugendhaus wird jetzt Ende Juli oder Anfang August seine Türen wieder öffnen“, betont Elmshorns Stadtrat Dirk Moritz. Dann wäre der Jugendtreffpunkt fast ein Jahr dicht gewesen.

Nicht nur das Wetter sorgte für zeitliche Verzögerungen bei der Sanierung. Laut Moritz war es auch schwierig, für einzelne Gewerke Handwerker zu finden. „Mit den Elektroarbeiten konnte des- halb erst jetzt begonnen werden“, sagt Moritz. Zudem seien die Schäden am Gebäude durch das Feuer, den Qualm und das Löschwasser zum Teil schwerwiegender gewesen, als zunächst angenommen.

Der 27. August 2017, 20.34  Uhr: Die Flammen schlugen auf der Rückseite des Gebäudes bis hoch zum Dach. Die Elmshorner Feuerwehr konnte das Schlimmste verhindern, das Jugendhaus retten. Die Polizei ging schnell von Brandstiftung aus.

Laut Vera Hippauf vom Gebäudemanagement der Stadt Elmshorn werden in das Gebäude insgesamt zirka 320 000 Euro investiert. Einen Teil der Kosten trägt die Versicherung. Es werden aber nicht nur die Folgen des Feuers beseitigt. Das Jugendhaus erhält auch ein neues Dach. Diese Maßnahme war für 2018 geplant gewesen und wurde nur um einige Monate nach vorn gezogen.

Vor dem Brand nutzten bis zu 80 Besucher täglich das Angebot in dem Jugendzentrum. Auch während der Bauzeit kümmern sich die Erzieher um die Jungen und Mädchen. Das Team ist in die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule umgezogen. Und der 40. Geburtstag der Einrichtung, der am 12. März „auf der Baustelle“ nur klein gefeiert werden konnte, soll noch einmal im XXL-Format nachgeholt werden – wenn die vielen Handwerker das Haus endlich verlassen haben und die Kinder und Jugendlichen wieder einziehen dürfen.

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