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Elmshorn : Das Tabuthema Tod kommt auf die Bühne

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die „Theatermacher Elmshorn“ zeigen „Lamorte“. Karten für die Premiere am 31. Oktober im Stadttheater sind noch zu haben.

Elmshorn | Viele Wochen wurde geprobt, jetzt wird es ernst: Die Elmshorner „Theatermacher“ feiern morgen Abend mit „Lamorte“ Premiere im Stadttheater. Insgesamt werden sie das Stück vier Mal aufführen. „Was als ein vergnügliches und entspanntes Treffen zum 30. Jahrestag des Abiturs geplant war, entwickelt sich zu einer Konfrontation mit dem Thema Tod.“ So fasst Theatermacher Wolfgang Behrens den Inhalt des Stückes zusammen. Etwas genauer: 30 Jahre nach dem Abitur treffen sich acht Frauen, die ganz unterschiedliche Lebenswege eingeschlagen haben, wieder – scheinbar zur Feier des Jahrestages. Schnell ist alles wieder wie früher: Es wird gestritten, Eifersüchteleien brechen auf, und Boshaftigkeiten werden ausgeteilt – so wie damals auch in der Schulzeit. Doch dann teilt die Initiatorin des Treffens mit, dass sie unheilbar krank sei und ihr Leben noch in dieser Nacht selbst beenden möchte. Die alten Freundinnen sollen sie auf ihrem letzten Weg begleiten. Jede der Frauen muss sich in wenigen Stunden entscheiden, ob sie dazu bereit ist...

Eine fröhlich-turbulente Ausgangsposition also wie in einem Boulevardstück, doch dann geht es – wie der Titel „Lamorte“, der Tod also, schon andeutet – um Sterben und Tod, um Freitod und Sterbehilfe, und damit natürlich auch um persönliche Entscheidungen und persönliche Verantwortung. Ein anspruchsvolles Thema, das sich die Theatermacher da vorgenommen haben, und ein aktuelles zumal.

Regisseur Christian Rangenau hat den österreichisch-deutschen Fernsehfilm von 1997 von Xaver und Ulli Schwarzenberger für die Theatergruppe und das norddeutsche Publikum frei bearbeitet: Nicht mehr zwölf Frauen sind es, die sich treffen, sondern acht, kein Berghotel ist der Treffpunkt, sondern ein Hotel in Husum. Und dennoch: Der schwarze Humor der Schwarzenbergers blitzt immer wieder auf – und das Stück bietet besonders den Darstellerinnen zahlreiche Gelegenheiten, geradezu divenhaft auf der Bühne zu agieren. Und was für den Film galt, gilt auch für diese Neuinszenierung: Das Tabuthema Tod wird mit viel Esprit behandelt.

Die vier Aufführungen finden statt am 31. Oktober im Stadttheater Elmshorn, am 1. November im MuT-Theater Hamburg, am 8. November im Theater am Neuendeich in Glückstadt und am 31. Januar im Itzehoer Kulturhof. Beginn ist jeweils 20 Uhr. Karten für die Elmshorner Aufführung gibt es bei der Theatergemeinschaft, Alter Markt 7, Telefon 04121-61189.

Der Verein „Theatermacher Elmshorn“ setzt sich aus Schauspiel-Amateuren und professionellen Darstellern zusammen. Seit 1990 werden jährlich ein bis zwei Theaterstücke eingeübt und aufgeführt – vorwiegend in Elmshorn, aber auch im gesamten norddeutschen Raum. Regisseur ist Theaterprofi Christian Rangenau. Thematische Schwerpunkte des Vereins sind: Kinder- und Jugendtheater sowie repräsentative Theaterinszenierungen dramatischer Literatur. Von den Theatermachern stehen bei „Lamorte“ auf der Bühne: Lilli Stöterau, Dörte Heidloß, Sabine Rubehn, Gabi Behrens, Marion Rangenau, Beate Ries, Heike Markowitz, Nadine Johanna Hinz, Sigrid Timm, Wolfgang Behrens, Andrej Rangenau und Götz Jacobs.
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erstellt am 30.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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