zur Navigation springen

Bilanz : Das Stadttheater ist so beliebt wie nie

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

36.000 Besucher kamen in der abgelaufenen Spielzeit. Überschuss erwirtschaftet.

Elmshorn | Ein Wermutstropfen trübt die sonst blitzsaubere Bilanz des Elmshorner Stadttheaters in der Saison 2015/16: Grit Brammann, Pächterin der Theatergaststätte, hört auf. Zehn Jahre hat sie das Restaurant mit ihrem Team bewirtschaftet. Ende April 2017 ist Schluss. Brammann verabschiedet sich in den Ruhestand. Jetzt sucht die Theatergemeinschaft Ersatz. Noch steht kein Nachfolger fest, das Rennen ist eröffnet.

Wer auch immer die Bewirtung übernimmt, hat im Stadttheater gute Chancen auf ein florierendes Geschäft: Das Programm der Bühne kommt beim Publikum bestens an. In der vergangenen Saison 2015/2016 waren die 129 Vorstellungen im Schnitt zu 82 Prozent ausgelastet, drei Prozent mehr als im Jahr davor. „Ein Spitzenwert. Damit liegen wir im Vergleich mit anderen Häusern gleicher Größe ganz vorn“, sagte Theaterchef Peter Thomsen während der Jahreshauptversammlung der Theatergemeinschaft.

Insgesamt kamen 2015/16 36.000 Besucher zu den Veranstaltungen im Theater. Besonders stolz ist Thomsen über die Entwicklung im Bereich Abonnement hochdeutsches Theater (24 Vorstellungen). 1031 Zuschauer haben derzeit einen der Besucherringe gebucht. Thomsen: „Die Zahlen stiegen gegen den Trend seit Jahren.“ Bürgermeister Volker Hatje, Vorsitzender der Theatergemeinschaft, führt diese Entwicklung auf das breit gefächerte Angebot der Bühne zurück. Klassisches Schauspiel und plattdeutsches Theater seien genauso vertreten wie Comedy, Kabarett und Konzerte. Das Theater sei so auch für das jüngere Publikum sehr attraktiv.

In der vergangenen Saison arbeitete das Stadttheater mit einem Etat von knapp 1,1 Millionen Euro. Bereits im zweiten Jahr hintereinander erwirtschaftete das Haus einen Überschuss. Für 2015/16 waren es 22.500 Euro. Insgesamt sind es jetzt 60.000 Euro Überschuss. Die Hälfte geht in die Rücklagen. Rund 30.000 Euro will die Theatergemeinschaft für Anschaffungen verwenden. Im Gespräch ist ein Ersatz für den alten Verkaufstresen in der Geschäftsstelle Königstraße.

Von der Stadt hat das Theater in der Spielzeit 2015/16 229.000 Euro an Zuschüssen bekommen, dazu kamen 50.000 Euro von der Sparkasse. Für die laufende Saison 2016/17 kalkuliert Peter Thomsen mit 5000 Euro weniger Zuschuss (274.000 Euro von Stadt und Sparkasse). Doch nicht nur inhaltlich steht seine Bühne gut da. Die Restauration der Fassade des Gebäudes auf Klostersande geht voran. Noch vor Weihnachten soll das Baugerüst verschwunden sein.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Dez.2016 | 16:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen