Elmshorn : Das Pumpenhaus nimmt weiter Form an

So könnte es aussehen: das Pumpenhaus am Hafen.
So könnte es aussehen: das Pumpenhaus am Hafen.

Politik beschließt dreistöckige Bauweise. „Haus der Technik“ muss auf Pfähle gegründet werden. Inbetriebnahme für 2018 geplant.

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21. Juli 2015, 16:30 Uhr

Elmshorn | Für die Sanierung von Krückau-Vormstegen gibt es erste konkrete Pläne: Wie das „Haus der Technik“, das neue Pumpenhaus in der Nähe des abgerissenen Parkdecks am Hafen, gebaut wird, beschloss der Ausschuss für kommunale Dienstleister während seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause.

Das „Haus der Technik“ entsteht auf einer Grundfläche von 31,25 mal 8,99 Metern (281 Quadratmeter) in dreistöckiger Bauweise. Im ersten Stockwerk ist die Technik für die Pumpen geplant und es steht den Stadtwerken zur Verfügung. Außerdem sind im Erdgeschoss die technischen Einrichtungen für das Rathaus untergebracht. Über die Nutzung der anderen beiden wird noch entschieden. Unter dem Gebäude ist ein acht Meter tiefer Keller geplant. Alle Zugänge sind im Notfall abschottbar und die Wände des Kellers und des ersten Geschosses aus wasserundurchlässigem Stahlbeton errichtet. So ist der Neubau gegen Hochwasser gesichert. Außerdem kann das Hochwasser abgepumpt werden.

Das neue Pumpwerk wird als kombiniertes Regen- und Schmutzwasserpumpwerk ausgerüstet werden. Der größte Teil des Kellers wird als Sammelraum für Regenwasser erstellt. Bei Niedrigwasser der Krückau fließt das Regenwasser am Pumpwerk im Freigefälle vorbei. Bei Hochwasser in der Krückau, wenn also kein freier Abfluss möglich ist, fließt das Regenwasser durch entsprechende Schiebersteuerung in den Sammelraum des Pumpwerkes und wird in die Krückau gepumpt. Dafür werden zwei trocken aufgestellte Propellerpumpen mit einer Förderleistung von je 1000 Liter pro Sekunde installiert.

Der kleinere Teil des Kellers ist für Schmutzwasser abgetrennt. Von dort soll es in die Übergabestation Kruck gepumpt werden. Der Boden, auf dem das Pumpwerk gebaut werden soll, kann das Gebäude nicht tragen. Deshalb werden über 30 Pfähle mit einer Länge von bis zu 26 Metern in den Boden versenkt, die dann dem „Haus der Technik“ und dem Abflussschacht in die Krückau die notwendige Stabilität geben.

Für den 1. Januar 2018 ist die Inbetriebnahme geplant.

Auch auf eine eventuelle Erweiterung der Krückau ist der Plan vorbereitet: Der Schacht für das Regenwasser kann zurückgebaut werden. Die Kosten dafür sind etwa so hoch, wie die Mehrkosten eines Schachtes, der an die Krückauerweiterung angepasst ist.

Für den 1. Januar 2018 ist die Inbetriebnahme geplant. Um den Zeitplan einhalten zu können, soll die Ausschreibung so schnell wie möglich erfolgen. Laut Plan sind die Pfähle schon im Herbst/Winter dieses Jahres im Boden, Keller und Erdgeschoss sollen dann Mitte 2017 fertiggestellt sein.

Insgesamt sind 4,8 Millionen Euro veranschlagt. Allerdings werden 428.000 Euro davon voraussichtlich von Investoren, die das Gebäude ebenfalls nutzen wollen, getragen. Die Kosten für die Stadt Elmshorn belaufen sich damit auf 4  372.000 Euro.

Das „Haus der Technik“ soll in Zukunft nicht nur die Entwässerung des Sanierungsgebietes besorgen, auch um die Einzugsgebiete Ansgarstraße bis einschließlich der Straße Lieth und östlicher Heidmühlenweg. In einem weiteren Schritt wird auch noch das Einzugsgebiet südlich der Ollnsstraße angeschlossen.

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