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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 21:18 Uhr

Das Kranhaus ist entfesselt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Freundeskreis Knechtsche Hallen übernimmt Trägerschaft für Gebäude von der Stadt / Weitere Kunstaktionen geplant

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Der nächste Schritt ist getan: Mit der Übernahme der Trägerschaft für das Kranhaus von der Stadt hat der Freundeskreis Knechtsche Hallen ein wichtiges Ziel erreicht. Der Verein ist nun frei in seinem Wirken für den Erhalt der Knechtschen Hallen. Das Kranhaus soll dabei als Keimzelle für die spätere Entwicklung des ehemaligen Kibek-Komplexes dienen. „Wir wollen das Kranhaus zu einem Veranstaltungsort für Kunst, Kultur und Kommunikation aus Bürgerhand entwickeln“, sagte der Freundeskreis-Vorsitzende Jens Jähne, bevor er und Bürgermeister Volker Hatje die Nutzungsvereinbarung unterzeichneten.

Der Abschluss des Vertrags war in eine Kunstaktion mit dem Titel „Visionen und Fesseln“ eingebettet. Verantwortlich dafür waren die Künstler Karin Brodowsky, Rosa Vocino und Peter Kruse. Außer Fotos, die mögliche Nutzungen wie Lesungen, Theater und Konzerte im Kranhaus zeigten, stand das Aktiv-Kunstprojekt „Die Entfesselung“ im Mittelpunkt. Nach der Unterschrift entfesselte Hatje Model Miriam Gosch aus einer Ummantelung von Tüchern. „Wir wollten zeigen, wie verschieden Kunst sein kann, Tattoos und ein schönes Abendkleid als Kontrast“, sagte das nahezu am kompletten Oberkörper tätowierte 24-jährige Model. Inszeniert wurde die Aktion von Karin Brodowsky.

Jähne und Hatje machten in ihren Reden deutlich, dass das Mitwirken vieler Elmshorner nötig sei, um das große Ziel zu erreichen. „Wir brauchen ein großes Sammelbecken von Ideen, um zu einer wirtschaftlichen Nutzung zu kommen“, sagte Hatje. Jähne zeigte sich zuversichtlich. Schließlich sei das Interesse am Freundeskreis ungebrochen groß. „Wir haben seit der Gründung im März 30 Mitglieder, aber eine Menge Leute stehen Schlange, allerdings sind unsere Beitrittsformulare noch nicht fertig“, betonte der Vorsitzende. Gut 150 Elmshorner würden sich bereits jetzt zum Freundeskreis zählen. Wer dazustoßen will, hat jeden zweiten Dienstag im Monat Gelegenheit dazu. Dann finden in der Kantine, Lornsenstraße 54, ab 19 Uhr die öffentlichen Treffen statt.

Hoffnungen von Stadt und Freundeskreis für ein geeignetes Konzept für den Industriekomplex ruhen auch auf dem Modellprojekt „Innovationen für Innenstädte“, das vom Bund gefördert wird. Wie berichtet, wurde Elmshorn mit den Knechtschen Hallen als eine von acht aus bundesweit 130 Bewerbungen auserwählt. Nach dem Ende der Projektphase sollen die Ergebnisse noch in diesem Jahr vorliegen.

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