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Energiebericht Elmshorn : Das Klimaziel ist fast erreicht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Strom- und Wärmeverbrauch der städtischen Gebäude geht zurück.

Elmshorn | Das Ziel ist zum Greifen nah: Bis 2020 möchte die Stadt Elmshorn die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zum Jahr 2005 um 20    Prozent reduzieren. 808 Tonnen konnten laut Stefan Bennke, seit 2012 Energiebeauftragter der Stadt, eingespart werden. „Damit haben wir eine Kohlendioxidverringerung von 17 Prozent erreicht“, betonte Bennke im Ausschuss für Kommunale Dienstleister, als er der Politik den Energiebericht 2015 und 2016 vorstellte. 71 städtische Gebäude, vom Rathaus über die Schulen und Sportstätten bis zum Stadttheater werden energetisch erfasst und ausgewertet. 2016 zahlte die Stadt an Energiekosten 1,45 Millionen Euro und damit 10.000 Euro weniger als im Jahr zuvor.

Bennkes Zahlen belegen vor allem eines: Die Stadt ist auf einem guten Weg, Investitionen zahlen sich aus. Der Stromverbrauch ist um 9,6 Prozent gesunken (Vergleich 2005 bis 2016). Für Bennke ein Zeichen für die steigende Energieeffizienz durch Modernisierungen, aber auch für ein verbessertes Nutzerverhalten. Die Stadt Elmshorn wurde Ende Mai bei der Energieolympiade mit dem ersten Platz ausgezeichnet. 5000 Euro gab es, weil die Mitarbeiter durch „positive Provokations-Schilder“ zum Energiesparen aufgefordert werden.

Der Wärmeverbrauch der städtischen Gebäude konnte in den vergangenen Jahren sogar um 20 Prozent gesenkt werden. Die größten Energiefresser bei den städtischen Liegenschaften: die zwölf Elmshorner Schulen und die Sporthallen. „Auf sie entfallen 75 Prozent des Gesamtverbrauchs bei Strom, Wärme und Wasser“, betonte Bennke. An der Grundschule Hafenstraße, den Turnhallen der Timm-Kröger-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule sowie der fortschreitenden Sanierung der Elsa-Brändström-Schule (EBS) hätten die gelungenen Sanierungen auch die Verbräuche nach unten gedrückt.

 

Laut Bennke müssten auch die Grundschulen Kaltenweide und Hainholz sowie die Paul-Dohrmann-Schule samt Sporthalle energetisch saniert werden. Aber auch an die Olympiahalle und das Krückaustadion müsste die Stadt ran. „Die Sanierung der Anne-Frank-Schule hat die Verbräuche um fast 45 Prozent gesenkt“, warb Bennke für ein Sanierungskonzept. Und noch ein Musterbeispiel führte der Energiebeauftragte der Stadt vor Augen: das Stadttheater, das in den vergangenen Jahren in Etappen energetisch saniert worden war. Der Wärmeverbrauch in Megawattstunden pro Jahr konnte in 16 Jahren von 333 auf 116 reduziert werden. „Das hat sich wirklich gelohnt“, sagte Bennke.

Für dieses und das kommende Jahr hat das Gebäudemanagement erneut viel auf dem Zettel: Die weitere Sanierung der Fassade an der EBS, den Neubau des Nawi-Traktes der Anne-Frank-Schule, die energetische Sanierung der Fassade an der Bismarckschule, die Planungen für den Neubau des Elmshorner Rathauses und den Umbau der Paul-Dohrmann-Schule zur Kindertagesstätte inklusive der energetischen Sanierung der Turnhalle.

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erstellt am 30.Jun.2017 | 12:00 Uhr

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