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Elmshorn : Das Kinderhaus hat jetzt ein neues Dach

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadt musste 570.000 Euro investieren, um 25 Jahre alte Bausünden zu beseitigen. Freude bei allen Beteiligten nach dem Projektabschluss.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 14:15 Uhr

Elmshorn | Eigentlich finden Kinder Wasserspiele toll. Doch wenn monatelang in ihren Gruppenräumen der Tagesstätte der Regen in viele Eimer tropft, Schüsseln und Wannen in den Fluren voll Wasser laufen und die Turnhalle zur Schwimmhalle wird – dann vergeht selbst den fröhlichsten Mädchen und Jungen der Spaß. Und: Selbst die ansonsten stahlharten Nerven der Erzieherinnen bekommen angesichts derartig anhaltender Wasserfälle Korrosionsschäden.

Umso größer ist jetzt die Freude im Kinderhaus von Hainholz. Die 95 Mädchen und Jungen sowie die 17 pädagogischen Kräfte und weiteren Mitarbeiter haben nach Jahren der „Regenzeit“ sowie gut 20 Monaten der Planung und des Baus ein neues Dach über dem Kopf. „Und wir können froh sein, dass es jetzt heißt: Unser Dach ist dicht!“, sagte Jürgen Schneider, Erster Vorsitzender des Trägervereins Kinderhaus Elmshorn, als er sich bei einer offiziellen Einweihung des vollendeten Werks bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedankte.

Zu den Gästen der kleinen Festrunde gehörte nicht ohne Grund auch Elmshorns Stadtrat Dirk Moritz (parteilos) als Vertreter der Stadt: Die Kommunalpolitiker und die Verwaltung hatten einhellig für den Abriss und den Neubau des Kinderhaus-Daches 570.000 Euro zur Verfügung gestellt und das Gebäudemanagement um Amtsleiterin Vera Hippauf und Architektin Regina Stamer das Projekt in die Hand genommen.

Eigentlich hatte der Trägerverein 2009 lediglich einen Zuschuss von 25.000 Euro für die Dachsanierung beantragt, weil es im Kinderhaus durchregnete. Schnell stellte sich dann aber das Desaster heraus: Das in den 1970er-Jahren gebaute Kinderhaus, das Anfang der 90er-Jahre wegen Schadstoffbelastung abgerissen und neu gebaut werden musste, hatte vor 25 Jahren auch wieder eine eher außergewöhnliche Dachkonstruktion bekommen. Diese habe, so die städtische Architektin, nicht nur eine komplizierte Technik, sondern sei damals auch unsachgemäß hergestellt worden.

Die Folgen zeigten sich jetzt: Durchfeuchtung und Schimmel an so vielen Stellen, dass letztlich nur noch ein Abriss und Wiederaufbau des gesamten Daches und seiner Unterkonstruktion infrage kam. Dies geschah in den vergangenen Monaten nach modernsten Gesichtspunkten, sodass die Stadt in Zukunft Heizkosten sparen wird.

Stadtrat Moritz dankte den Handwerkern, dass sie die Herausforderung gemeistert haben und den Erzieherinnen, dass sie trotz der Bauarbeiten den Betrieb der Tagesstätte aufrecht erhalten konnten. „Das erfordert gute Nerven, Improvisationstalent und hohe fachliche Kompetenz“, so Moritz. Auch ohne „Wasserspiele“ wünschte er allen im Kinderhaus stets viel Spaß sowie ein fröhliches, offenes Miteinander – gut behütete unter dem neuen Dach, das auch den Stadtteil Hainholz wieder ein Stück aufwerte.

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