Touristische Hinweistafeln für Elmshorn : Das Industriemuseum wirbt jetzt direkt an der A23

Jetzt kommt keiner mehr an Elmshorn vorbei: An der A23 wird neuerdings für das Industriemuseum geworben.

Jetzt kommt keiner mehr an Elmshorn vorbei: An der A23 wird neuerdings für das Industriemuseum geworben.

Nach Ellerhoop und Glückstadt hat jetzt auch Elmshorn seine eigene Hinweistafel. Museumsleiterin Bärbel Böhnke hat dafür elf Jahre lang gekämpft.

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01. Juni 2018, 12:45 Uhr

Elmshorn | Elf Jahre musste Museumsleiterin Bärbel Böhnke auf diesen Moment warten: Seit Donnerstag hat Elmshorn zwei eigene Autobahnschilder. Genauer gesagt handelt es sich um zwei Touristische Hinweistafeln an der A23, die auf das Industriemuseum in der Catharinenstraße aufmerksam machen. „Glückstadt als Stadtdenkmal und Ellerhoop mit dem Arboretum haben schon lange solche Schilder – gefühlt jeder kleine Ort in Schleswig-Holstein – nur wir nicht“, erklärt Böhnke. „Das hat mich immer schon geärgert.“ Bürgermeister Volker Hatje ergänzt: „Elmshorn war für viele nur eine Autobahnabfahrt.“

Jetzt kommen Nordsee-Urlauber und Pendler kaum noch um die Krückaustadt herum: Von Hamburg aus kommend steht das drei mal zwei Meter große Schild mit dem stilisierten Museumsgebäude etwa auf dem ersten Drittel der Strecke zwischen der der Abfahrt Tornesch und der Abfahrt Elmshorn – „aber noch vor dem Glückstadt-Schild“, wie Hatje mit einem Augenzwinkern betont. Wer von Heide kommt, kann die zweite Hinweistafel zwischen den Abfahrten Horst und Elmshorn entdecken.

Ist in Wirklichkeit größer: Das neue Autobahn-Schild, hier mit der Fördervereinsvorsitzenden Monika Dormann (von links), Museumsleiterin Bärbel Böhnke und Bürgermeister Volker Hatje.
Cornelia Sprenger

Ist in Wirklichkeit größer: Das neue Autobahn-Schild, hier mit der Fördervereinsvorsitzenden Monika Dormann (von links), Museumsleiterin Bärbel Böhnke und Bürgermeister Volker Hatje.

 

Bereits zwei Anträge auf eine solche Tafel hatte Böhnke in Zusammenarbeit mit der Stadt beim zuständigen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr gestellt – einmal 2007, einmal2015. Beide wurden abgelehnt, in erster Linie, weil das Industriemuseum nicht überregional bekannt genug sei. Aber als das Museum 2016 offiziell zertifiziert wurde, versuchte es Böhnke ein drittes Mal. „Wir haben es jetzt schriftlich, dass unser Museum einzigartig ist in seiner Verbindung von Stadtgeschichte und Industriegeschichte und dass es als Erlebnismuseum ein attraktives Tagesausflugsziel für Urlauber ist“, erklärt Böhnke. Und tatsächlich: Der dritte Versuch war erfolgreich. „Die Suche nach dem Standort war dann ein großer Akt“, erzählt die Museumsleiterin. „Ich bin mit der Autobahnmeisterei im Schritttempo über den Seitenstreifen der Autobahn gefahren. So ein Schild darf nichts verdecken und muss Abstände einhalten.“

Finanziert werden die beiden Hinweistafeln – die Gesamtkosten betragen 11500 Euro – zum Großteil aus dem Haushaltsansatz des Industriemuseums. Zusätzlich hat der Förderverein des Museums das Projekt mit 2500 Euro unterstützt. Böhnke hofft natürlich, dass jetzt mehr Besucher den Weg ins Museum finden. „Viele kennen uns aus dem NDR-Fernsehen, ich hoffe auf den Wiedererkennungseffekt auf der Autobahn.“

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