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DLRG in Elmshorn : Das Hallenbad wird dringend benötigt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Versammlung der Lebensretter. Weniger Kurse und damit Verluste wegen Badschließung. Weiterhin einige Vorstandsposten unbesetzt.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2016 | 10:49 Uhr

Elmshorn | Den Elmshorner Lebensrettern geht es wieder etwas besser. Aber die Lage bleibt angespannt. Das wurde während der jüngsten Mitgliederversammlung der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) Elmshorn deutlich. Nach wie vor fehlen Mitstreiter für die Vorstandsarbeit. Und auch die Schließung des Hallenbads bereitet große Probleme.

Nachdem die Elmshorner DLRG lange Zeit nach einem neuen Vorsitzenden gesucht hatte, ist Olaf Ulrich nun bereits seit einem Jahr im Amt. Er konnte knapp 50 Mitglieder und Gäste im FTSV-Sportlerheim begrüßen. Allerdings fehlen dem DLRG-Chef weiterhin seine Stellvertreter – und er muss auch einen Ersatz für Ausbildungsleiter Björn Scholz finden. Der hatte zuletzt fünf Jahre die Leitung der Schwimm-, Rettungsschwimm- und Erste-Hilfe-Ausbildung inne. Den Fortbestand des Ausbildungsangebotes sichern die Stellvertreter nun vorerst kommissarisch.

Scholz war rund 25 Jahre Vorstandsmitglied in einer DLRG-Ortsgruppe. Doch aus beruflichen und privaten Gründen zieht er sich nun aus der ersten Reihe zurück. Auch das regelmäßige Leiten der Schwimmausbildung sei ihm nicht mehr möglich, sagte er. Er wird aber der DLRG weiterhin eng verbunden bleiben und sich auch in Zukunft in verschiedenen Aufgaben für die DLRG einbringen und engagieren. Bereits in den Grußworten wurde das Thema Hallenbad angesprochen. Und auch in den Berichten von Ulrich und Scholz wurde sehr schnell deutlich, dass die Lebensretter unbedingt eine Schwimmsportstätte mit Sprung- und Tauchmöglichkeiten für die Abnahme von Schwimm- und Rettungsschwimmkursen benötigen. Im vergangenen Jahr fand das Sommertraining im Elmshorner Freibad sowie zweimal auch im unbeheizten Horster Freibad statt.

Insgesamt zeigten sich das Ausbildungsteam, viele Kursteilnehmer, Schwimmkinder und deren Eltern als recht flexibel. Dennoch hat die DLRG laut Scholz einen Anfängerkursus pro Jahr verloren. Dazu kämen weitere eingeschränkte Angebote im Rettungsschwimmen und in der Aquafitness. „Für die DLRG bares Geld, das an anderer Stelle fehlt“, machte Scholz deutlich. Dennoch lobte der Vorsitzende Olaf Ulrich seine Schatzmeisterin Cordula Thies, die in ihren ersten zwei Amtsjahren die Finanzen des Vereins geordnet und in eine positive Gesamtsituation gebracht habe. Gespart hätten vor allem aber die Mitarbeiter der DLRG an sich selbst; so wies Scholz auf die lange Jahre entfallenen Mitarbeiterfahrten und ähnliche Angebote zur Anerkennung der zumeist vollständig ehrenamtlichen Leistung hin.

Sie wurden während der Versammlung geehrt: Richard Lehmann, (60 Jahre DLRG), Tillman Koch (kleines Verdienstzeichen des LV), Björn Junge (Verdienstzeichen in Bronze), Bjarne Görs (kleines Verdienstzeichen), Gabi Rosenbusch (Verdienstzeichen in Bronze), Martin Arendt (40 Jahre) und Ove Meisner (10 Jahre), von links. Rechts Olaf Ulrich, Vorsitzender DLRG Elmshorn.
Sie wurden während der Versammlung geehrt: Richard Lehmann, (60 Jahre DLRG), Tillman Koch (kleines Verdienstzeichen des LV), Björn Junge (Verdienstzeichen in Bronze), Bjarne Görs (kleines Verdienstzeichen), Gabi Rosenbusch (Verdienstzeichen in Bronze), Martin Arendt (40 Jahre) und Ove Meisner (10 Jahre), von links. Rechts Olaf Ulrich, Vorsitzender DLRG Elmshorn. Foto: en
 

Umso mehr konnten sich auch in diesem Jahr wieder fünf der Helferinnen und Helfer über ein besticktes Handtuch und anerkennende Worte aus dem Vorstand freuen. Weiterhin wurden Olaf Ulrich und Ove Meisner für zehn Jahre und Martin Arendt für 40 Jahre Vereinstreue mit einer Urkunde und einer Anstecknadel ausgezeichnet. Richard Lehmann ist bereits seit 60 Jahren Mitglied der DLRG. Gabi Rosenbusch und Björn Junge wurden mit dem Verdienstzeichen der DLRG in Bronze geehrt. Mit einer optisch schön gestalteten Urkunde vom Landesverband wurde den Nachwuchskräften Bjarne Görs und Tillman Koch Anerkennung ausgesprochen. Letzterer nimmt in der Ausbildung des in 2015 neu gestarteten Jugend-Einsatz-Teams (JET) eine der Führungsrollen ein.

Aber auch auf die Leistung der Wasserrettungsgruppe kann die Ortsgruppe stolz sein. Der Technische Leiter Einsatz, Torben Brammer, blickte zufrieden auf das vergangene Jahr mit vielen Veranstaltungen, Übungsabenden, Einsätzen und dem Dienst an der Wachstation in Kollmar zurück. Der Wachdienst im Badepark dagegen verlangt von den eingesetzten Rettungskräften immer wieder Neues ab; im vergangenen Jahr gestaltete sich die langfristige Dienstplanung etwas schwieriger. Nach einem gemeinsamen Beschluss im Herbst möchte das Team gestärkt und entschlossen in die neue Freibadsaison gehen. Stadtwerke-Vertreter Olaf Deich lobte auch in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit und die hohe Flexibilität der DLRG.

Stolz war auch der Jugendvorsitzende Dennis Schaper auf sein Team, das sich gerade eine Woche zuvor auf dem jährlichen Jugendtag für das neue Jahr aufgestellt hatte. So organisiert die Jugend nicht nur kleinere Veranstaltungen für die Jüngsten, sondern nimmt auch entscheidend an der Planung und Durchführung von Ausfahrten, Schwimmwettkämpfen und Veranstaltungen, wie dem jährlichen Laternenumzug mit der Friedrich-Ebert-Schule oder der Aktion „Elmshorn macht Putz“ teil. Vertreter der Elmshorner Politik lobten den guten Auftritt und die Präsenz der DLRG in Elmshorn.

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