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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 17:36 Uhr

Elmshorn : Das Hafenfest der Superlative

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Tausende Besucher beim 35. Hafenfest und der 43. Flora-Woche. Jahrmarkttreiben, Riesenfeuerwerk, packende Drachenbootrennen lockten Besucher aus allen Orten des Kreises an Auch von Regenfällen ließen sich die Besucher am Freitag den Spaß nicht vermiesen.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2015 | 12:30 Uhr

Elmshorn | Es war eine im wahrsten Sinne des Wortes Super-Party: Das 35. Elmshorner Hafenfest sorgte auch in diesem Jahr als dreitägiges Kernstück der Flora-Woche für ein wahren Unterhaltungs-Tsunami. Live-Musik vom Feinsten, unzählige Aktionen, buntes Jahrmarkttreiben, Riesenfeuerwerk, packende Drachenbootrennen und vieles andere mehr zogen Tausende von feierlustigen Menschen aus der Krückaumetropole und weit darüber hinaus auf das bewährte Areal rund um den Elmshorner Hafen zwischen Buttermarkt, St.-Nikolai-Kirche und der Käptn-Jürs-Brücke.

Ebenso facettenreich wie das prall gefüllte Programmheft zu dem bunten Spektakel erwies sich aber auch das Wetter während dieses großen Stadtfestes. Kurz nachdem Bürgermeister Volker Hatje am Freitagabend seine Eröffnungsrede hielt, machte eine bedrohlich dunkle Wolkenstafette über dem Hafen halt und regnete sich ab. Das zu diesem Zeitpunkt stattfindende Konzert der„Farmers-Road-Bluesband“ litt dadurch zwar vorübergehend an einem merklichen Besucherschwund, dennoch fiel der Auftritt der Gruppe nicht ins Wasser. Zu intensiv erwiesen sich die Spielfreude der Band und auch die Feierlaune der anwesenden Musikfans, die an gleicher Stelle, auf der Bühne am Nordufer, am späteren Abend noch einen weiteren mitreißenden Live-Auftritt der Elmshorner Rockgruppe „Mary Jane Killed The Cat“ erleben sollten. Aber auch dabei goss es zeitweise in Strömen.

Doch das Wetter entwickelte sich im weiteren Verlauf der Drei-Tage-Sause positiv: Von leicht bewölkt, überwiegend trocken bis hin zu sonnig und hochsommerlich warm. Teilweise nahezu ideal für viele der angesetzten Programmpunkte, die noch folgen sollten - darunter viele Klassiker wie der DRK-Flohmarkt an der St.-Nikolai-Kirche, Fahrten mit dem Ewer Gloria, diverse Darbietungen von Elmshorner Vereinen und Verbänden – herausragend dabei die atemberaubenden Kabinettstückchen der EMTV Cheerleader - sowie der Familienflohmarkt auf dem Wedenkamp.

Immer mehr zum Knüller des Hafenfests avanciert der Elmshorner Drachenboot-Cup, der am gestrigen Sonntag zum dritten Male ausgetragen wurde und zwischen 10 und 16 Uhr für sehr viel Spaß und Spannung sorgte. Insgesamt waren diesmal 24 Teams am Start, gebildet von Mitgliedern und Mitarbeitern diverser Firmen, Behörden und Institutionen der Krückaustadt. Die jeweils mit 16 Paddlern bestückten Boote lieferten sich jeweils zu zweit die einzelnen Rennen in den Vorläufen bis hin zum Finale, das das Team von der Nordakademie für sich entscheiden konnte und somit den Elmshorner Drachenboot-Cup 2015 gewann.

Glücklich wie das Siegerteam zeigten sich kurz vorm Abschluss des Hafenfests gestern die Organisatoren der großen Party. „Wir sind mit dem Verlauf des Hafenfests super zufrieden. Der Freitag begann zwar etwas zögerlich aufgrund des Regenwetters, doch am Sonnabend und Sonntag wurde es dann umso besser“, betonte Jürgen Schumann, Vorsitzender des Verkehrs- und Bürgervereins (VBV) Elmshorn. Das Programmangebot sei von den Besuchern wieder sehr gut angenommen worden, auch wären keine außergewöhnlichen Zwischenfälle zu verzeichnen gewesen. Allerdings habe die AG Geselligkeit des VBV, die das Stadtfest im Detail vorbereitete, im Vorfeld mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Schlimmste passierte noch einen Tag vor Beginn des Hafenfests. „Da erhielten wir die Klage eines Anwohners wegen der zu erwartenden Lärmbelästigung über das Gericht in Schleswig zugestellt“, berichtet Schumann. Doch man konnte die Sache in buchstäblich letzter Sekunde klären, so dass dem Fest letztlich nichts mehr im Wege stand. Das Konzept der Veranstaltung sei ansonsten rundum aufgegangen, so dass für 2016 die Fortsetzung der größten Elmshorner Party auf alle Fälle gesichert sei.

Der Kollegiumssaal des Elmshorner Rathauses zeigte sich am gestrigen Vormittag restlos gefüllt. Zahlreiche Bürger der Krückaumetropole, Vertreter  aus Politik und Wirtschaft sowie Gäste aus der Elmshorner Partnerstadt Wittenberge waren anwesend, um am diesjährigen Bürgerempfang der Stadt teilzunehmen, zu dem traditionsgemäß am Sonntag der jeweiligen Flora-Woche eingeladen wird. Thematisch ging es vorrangig um das Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen. Auf dem Programm standen deshalb eine Ausstellung zum Thema sowie Rundgänge durch das Quartier, in dem sich das Sanierungsgebiet befindet. Aber auch auf das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Elmshorn und Wittenberge ging Holbach ein. In seiner Rede, die sich inhaltlich ausgiebig mit der Entwicklung Elmshorns innerhalb der vergangenen Jahrzehnte sowie den kommenden Prokekten der Umgestaltung der Stadt befasste, erinnerte Bürgervorsteher Karl Holbach einleitend – etwas schmunzelnd – dass Elmshorn vor 25 Jahren alles andere als ein Wunschkandidat für eine Städtepartnerschaft mit Wittenberge war. „Die Stadt an der Krückau war den Wittenbergern zu arm. Mit dieser Begründung lehnten die Stadtverordneten damals angangs Elmshorn als Partnerstadt ab“, so Holbach. Doch zum Glück setzten sich letzlich die Pro-Elmshorner durch, und heute siehe „das alles ganz anders“ aus. „Es läuft eben - wie in einer guten Ehe“, so Holbach. Das vergangene Wochenende habe durch den Besuch vieler Elmshorner Bürger beim Hafenfest in Wittenberge einmal mehr die enge Verbindung verdeutlicht. „Heute mischen sich zahlreiche Wittenberger unter die vielen Besucher unseres Hafenfests“, erklärte Holbach, der auf weitere gemeinsame Begegnungen setzt und sich auf die nächsten 25 Jahre der Partnerschaft freut.
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