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Jubiläumsfeier : Das Gedächtnis von Elmshorn wird 25

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kulturministerin Anke Spoorendonk lobt Industriemuseum: „Professionelle und großartige Arbeit geleistet“.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2016 | 16:30 Uhr

Elmshorn | Restlos gefüllt zeigte sich am Montagabend das Erdgeschoss im Industriemuseum Elmshorn (IME) an der Catharinenstraße. Der Grund: die offizielle Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Einrichtung, zu der zahlreiche geladene Gäste erschienen. Außer Vertretern der Elmshorner Verwaltung und Politik – unter ihnen Bürgervorsteher Karl Holbach und Stadtrat Dirk Moritz –, Mitgliedern des IME-Fördervereins und Mitarbeitern der Einrichtung konnte Museumsleiterin Bärbel Böhnke auch hochkarätigen Besuch aus der Landeshauptstadt begrüßen. Die schleswig-holsteinische Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) ließ es sich nicht nehmen, anlässlich dieses Jubiläums an die Krückau zu kommen, um vor Ort persönlich das große ehrenamtliche Engagement zu loben, ohne das „dieses Museum nie entstanden wäre.“

Museumsleiterin Bärbel Böhnke erläuterte, wie 875 Jahre Stadtgeschichte auf nur 100 Quadratmetern Platz finden.
Museumsleiterin Bärbel Böhnke erläuterte, wie 875 Jahre Stadtgeschichte auf nur 100 Quadratmetern Platz finden. Foto: Marek

In ihrer Ansprache kennzeichnete die Ministerin die nachhaltige Bedeutung der Elmshorner Einrichtung, die weit über die Stadtgrenzen hinaus reiche. „Das Industriemuseum Elmshorn macht die Industrialisierungsgeschichte im 19. Jahrhundert in Schleswig-Holstein generationenübergreifend verständlich und erlebbar“, so Spoorendonk. Mit großem Engagement und viel Kreativität des Personals und der ehrenamtlichen Unterstützer sei in den vergangenen 25 Jahren eine „äußerst professionelle und großartige Museumsarbeit“ geleistet worden, so dass sich nahezu alles, was sich im 19. Jahrhundert in Schleswig-Holstein tat, am Beispiel Elmshorns bestens dokumentiert in diesem Museum wiederfindet.

Ähnlich bewertete auch Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje die Bedeutung und den Wert des Industriemuseums, indem er unterstrich, dass es aus der Krückaustadt nicht mehr wegzudenken sei. „Wir können auf das IME sehr stolz sein. Es hat einen festen Platz in unserer Stadt“, so der Verwaltungschef.

 

Die erst vor kurzem stark debattierte nach wie vor enge Haushaltslage der Einrichtung fand wenig Niederschlag in den Wortbeiträgen – und wenn auch eher auf indirekte Weise. So erinnerte Monika Dormann an die Gründung des IME-Fördervereins durch „sieben Idealisten“ im Dezember 2003 und erklärte augenzwinkernd, was solch ein Verein eigentlich darstelle. „Ein Förderverein ist ein Verein, dessen Hauptzweck in der Verbindung von finanziell potenten Geldgebern und einer unterfinanzierten Einrichtung steht“, so die Vorsitzende des Fördervereins, die ansonsten in ihrer Ansprache auch sehr stark den ehrenamtlichen Aspekt bei der Museumsarbeit hervorhob.

Erhielt viel Applaus: Prof. Dr. Jan Henning Wolf vom Museumsverband Schleswig-Holstein/Hamburg.
Erhielt viel Applaus: Prof. Dr. Jan Henning Wolf vom Museumsverband Schleswig-Holstein/Hamburg. Foto: Marek

Dies tat auch Professor Dr. Jörn Henning Wolf vom Museumsverband Schleswig-Holstein/Hamburg, der darüber hinaus an den Elmshorner Bürgermeister den Appell richtete, dass die Stadt als Träger des Museums „das wissenschaftliche Volontariat“ aufrechterhalten möge – wofür er viel Applaus erhielt.

 

Diesen bekam auch Bärbel Böhnke. Die Leiterin skizzierte abschließend die Arbeitsweise des Museums mit Einblicken in die Vorbereitungen zur aktuellen Ausstellung „Von der Klosterurkunde zum Chat“, die gestern gestartet wurde. Sie erläuterte, wie es möglich ist, „875 Jahre Stadtgeschichte auf nicht einmal 100 Quadratmetern“ unterzubringen – von der Idee bis zur Ausstellungseröffnung. Eine Leistung, die nur möglich sei durch das koordinierte Ineinandergreifen aller Kräfte, die in der Museumsarbeit zusammenwirken – überaus stark geprägt vom ehrenamtlichen Engagement.

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